"Fliege"

Dreijähriges Mädchen soll 50.000-Euro-Skulptur auf Art Basel kaputtgemacht haben – die Messe dementiert

bz, sda

Von BZ-Redaktion & sda

Mo, 17. Juni 2019 um 10:48 Uhr

Basel

Die Skulptur "Fliege" der Düsseldorfer Künstlerin Katharina Fritsch soll auf der Art Basel zu Bruch gegangen sein. Die Messe will eine Beschädigung des Kunstwerks laut Medienberichten nicht bestätigen.

Hinweis: Diese Meldung wurde um 21:45 aktualisiert und um die Information einer dem Nachrichtenmagazin Spiegel Online vorliegenden Stellungnahme der Art Basel ergänzt.

Zehntausende Besucher kommen jährlich in die Schweiz zur Art Basel, der weltweit größten und wichtigsten Kunstmesse. In den Messehallen lagern Werke im Wert von rund 3,5 Milliarden US-Dollar schätzen Experten des Kunstversicherers AXA.

Eines dieser Werke im Wert von 50.000 Euro soll laut Bild ein dreijähriges Mädchen kaputt gemacht haben. Das Kleinkind saß demnach in einem Kinderwagen und wurde von seiner Mutter durch den Stand der Galerie "Matthew Marks Gallery" geschoben, als es plötzlich nach der "Fliege" griff. Die stürzte angeblich vom Sockel. Dabei sollen die Flügel zu Bruch gegangen sein.



Besucher, Galeristen und die Mutter waren laut Bild geschockt. Die Frau musste der Zeitung zufolge ihre Personalien angeben.

Die Plastik ist 50.000 Euro wert. Doch das Geld ist laut einer Berliner Galeristin vor Ort nicht das Problem: Es sei selbst nach einer Reparatur "nicht mehr das unberührte Werk von davor", sagte sie der Bild.

Gegenüber Spiegel Online dementierte die Art Basel am Montagnachmittag die Beschädigung des teuren Kunstwerks. Weitere Angaben, so der Spiegel, habe die Art Basel dazu nicht machen wollen.
Blechmänner und Kloschüsseln: Fotoeindrücke von der Art Basel

93.000 Menschen zu Besuch auf der Kunstmesse

Zur diesjährigen Art Basel waren 93.000 Menschen gekommen. Dies hat die Leitung der Kunstmesse nach Abschluss der 50. Ausgabe am Sonntag vermeldet. Die Art Basel habe mit 290 Galerien aus 34 Ländern Sammler aus über 80 Staaten angelockt, heißt es in der Mitteilung der Messeleitung. Zu den gewichtigsten Verkäufen gehörten ein Frühwerk von Gerhard Richter und ein monochromes Gemälde des 1974 verstorbenen Südkoreaners Kim Whanki, die für 20 beziehungsweise 10 bis 12 Millionen Dollar einen Abnehmer fanden.
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