Häppchen

Fünf Fakten über Arme Ritter

Michael Heilemann

Von Michael Heilemann

Sa, 23. Januar 2021 um 18:46 Uhr

Gastronomie

Bei ihrem Genuss werden Kindheitserinnerungen wach: "Arme Ritter", ursprünglich ein Arme-Leute-Essen, sind eine gute Verwendung für übrig gebliebenes Weißbrot und lassen sich leicht veredeln.

Weich, knusprig, süß: Das schmeckt wie damals, als Oma alte Weißbrotscheiben in Eiermilch getunkt und in der Pfanne mit Butter ausgebacken hat: Beim Genuss der "Armen Ritter" werden Kindheitserinnerungen wach.Arme Ritter sind ursprünglich ein Arme-Leute-Essen. Mit entsprechendem Beiwerk wie Früchten, Konfitüre, Sahne oder Vanillesauce lassen sie sich leicht zum Reichen Ritter veredeln.

Ein bisschen Luxus muss auch in der Basisvariante sein: Das älteste deutschsprachige Rezept stammt aus dem 14. Jahrhundert und empfiehlt, mit Fett nicht zu sparen ("back die in smalze niht zu trüge").

Auf die Idee, aus trockenen Brötchen ein schmackhaftes Dessert zu zaubern, kamen die Menschen in aller Herren Länder. In England etwa kennt man die "Poor Knights of Windsor".

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Nimmt man statt Milch gewürzten Rotwein, ergibt das die
"Versoffene Jungfrau".

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