Naturalien

Galgant regt die Durchblutung an

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

So, 29. November 2020 um 07:12 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Galgant ist der sanftmütige Bruder des Ingwers. Man legt ihn hier selten bewusst in den Einkaufskorb, gegessen wird er allerdings viel – beim Thai oder Chinesen. Wie schmeckt er eigentlich?

Eine Frage, die den meisten Menschen in unseren Breitengraden Kopfzerbrechen bereiten dürfte, lautet: Wie schmeckt eigentlich Galgant? Denn den sanftmütigen Bruder des Ingwers legt man hier selten bewusst in den Einkaufskorb.

Gegessen allerdings wird auch bei uns viel Galgant: Wer sich etwas beim Thai oder Chinesen bestellt, kann davon ausgehen, dass sich die Wurzel frisch oder getrocknet als Pulver im Curry oder der Suppe befindet. Die Indonesier sind ebenfalls große Fans des Ingwergewächses, dessen Wurzelstock, das sogenannte Rhizom, man isst.

Frischer Galgant ist bei uns – besonders zuverlässig in Asia-Läden – in zwei Varianten erhältlich: Die kleinere mit rötlichem Fleisch ist dabei deutlich schärfer als die größere mit weißem Fleisch und brauner Schale. Beide erinnern geschmacklich an Ingwer, brennen aber nicht so intensiv. Stattdessen bleibt mehr Raum für das bitter-würzige, mitunter leicht süßliche Aroma.

Die ätherischen Öle können krampflösend und beruhigend bei Verdauungsproblemen wirken. Der enthaltene Wirkstoff Galangin zeigte in Laboruntersuchungen antibakterielle und antivirale Eigenschaften, er konnte zudem in einer Studie das Wachstum von Tumorzellen hemmen. In der Naturheilkunde wird Galgant bei Erschöpfung, Erkältung oder gegen Reiseübelkeit eingesetzt. Die Schärfe regt zudem die Durchblutung an. Egal ob frisch oder als Pulver – Galgant können Sie genau so verwenden wie Ingwer.