Kulinarische Spendenaktion

Im Biosphärenreservat Schwarzwald gilt jetzt: Lecker essen für die Landschaft

Lecker essen gehen und damit den Erhalt der heimischen Landschaft unterstützen: Das geht nun mit einem Kooperationsprojekt von Biosphärengebiet Schwarzwald und örtlicher Gastronomie.  

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Eine Schulklasse befreit eine Fläche von invasivem japanischen Staudenknöterich.  | Foto: Biosphärengebiet Schwarzwald
Eine Schulklasse befreit eine Fläche von invasivem japanischen Staudenknöterich. Foto: Biosphärengebiet Schwarzwald

Zum ersten Mal spenden Partner-Gastronomiebetriebe des Biosphärengebiets Schwarzwald einen Teil ihrer Einnahmen aus den kulinarischen Projekten "Zicklein-" und "Hinterwälder Wochen" für ehrenamtliche Landschaftspflege. Das teilt das Biosphärengebiet mit. Mit dem sogenannten Landschaftspflegetaler setzten die Betriebe mit ihren Gästen so "ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung für alle, die sich für den Erhalt der Südschwarzwälder Kulturlandschaft engagieren".

Im Rahmen der Zicklein-Wochen vom 31. August bis zum 14. September sowie der Hinterwälder Wochen vom 1. bis 15. Oktober spenden die teilnehmenden Gastronomiebetriebe 50 Cent für jedes verkaufte Gericht mit Hinterwälder Rind oder Zicklein. Wer möchte, kann zusätzlich über die aufgestellten "Spendekässle" direkt vor Ort die Landschaftspflege unterstützen. Die Einnahmen fließen laut Mitteilung über den Verein "Seniorenakademie Hochrhein-Wiesental", der die Spendenverwaltung übernimmt, unmittelbar in Landschaftspflegeeinsätze für die Offenhaltung der Kulturlandschaft. Diese finden auf Flächen statt, die von Landwirten bewirtschaftet werden, die Fleisch für die Aktionswochen liefern. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer – darunter etwa eine Schulklasse aus Freiburg oder die Freiwillige Feuerwehr Tunau – packen vor Ort bei den Landschaftspflegeaktionen mit an. Die extensive Weidetierhaltung mit relativ wenigen Tieren auf großer Fläche sei zentral für den Erhalt der Kulturlandschaft im Südschwarzwald, da die Tiere einen wichtigen Teil der Landschaftspflege übernähmen. "Doch Weidetiere allein reichen oft nicht aus: Zusätzliche Pflegemaßnahmen sind nötig, um Gehölzaufwuchs sowie dominante und nicht heimische Pflanzen in Schach zu halten", wird Landwirt Bernd Vogelbacher aus Schluchsee zitiert, auf dessen Weideflächen mit den Spendeneinnahmen Pflegemaßnahmen umgesetzt werden sollen.

Wer ein Gericht der kulinarischen Aktionswochen genießt, trage damit auch zum Erhalt der Artenvielfalt bei, so die Initiatoren – durch die Unterstützung der Weidetierhaltung und der zusätzlich notwendigen Pflege. Genau hier setze die Spendenaktion an. "Der Landschaftspflegetaler soll die wichtige Arbeit der Landschaftspflege sichtbar machen und ehrenamtliches Engagement würdigen", so Annette Handschuh, die das Projekt für das Biosphärengebiet organisiert.

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit den Landschaftserhaltungsverbänden Lörrach und Breisgau-Hochschwarzwald sowie den Landwirtinnen und Landwirten umgesetzt. Im ersten Jahr wird Landschaftspflegetaler-Aktion ausschließlich mit Partnerbetrieben des Biosphärengebiets Schwarzwald umgesetzt.

Schlagworte: Annette Handschuh, Bernd Vogelbacher

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