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Von dpa

Sa, 13. März 2021

Bildung & Wissen

Vom Wolf zum Hund — Asche auf der Zugspitze

KREIS KONSTANZ

Vom Wolf zum Hund

Der Übergang von Wölfen zu gezähmten Hunden könnte sich vor 16 000 bis 14 000 Jahren im Südwesten Deutschlands entwickelt haben. Das vermuten Experten des Senckenberg Zentrums an der Universität Tübingen. Ein internationales Forscherteam hat die Anfänge der Domestizierung von Wölfen in Europa untersucht und die Daten im Nature-Fachjournal Scientific Reports veröffentlicht. Dazu wurden mehrere Fossilien aus der Familie der Hunde (Canidae) – zu der neben heutigen Haushunden auch Wölfe und Füchse gehören – aus der Gnirshöhle bei Engen im Kreis Konstanz analysiert. Die Gnirshöhle ist eine kleine Höhle, die in der Nähe zu zwei weiteren Höhlen aus dem Zeitalter des Magdalénien liegt, einer archäologischen Kulturstufe des Jungpaläolithikums am Ende der letzten Eiszeit. Bei der Untersuchung sei festgestellt worden, dass die Knochen aus vielen verschiedenen genetischen Linien stammten und die daraus sequenzierten Genome die ganze genetische Bandbreite von Wolf bis Hund abdeckten, sagte Chris Baumann vom Tübinger Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment. Die Forscher gehen davon aus, dass die Menschen dort Tiere aufgezogen haben, die aus verschiedenen Wolfslinien stammten. "Ein Ursprung der europäischen Hunde könnte demnach im Südwesten Deutschlands liegen", so Baumann.

AUSBRUCH DES ÄTNA

Asche auf der Zugspitze

Der Ausbruch des Ätna ist auch auf der Zugspitze messbar gewesen. Nur zwei Tage nach der Eruption des Vulkans im Süden Italiens am 22. Februar stellten Forscher der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus Schwefeldioxid und Aschepartikel fest.