NATURALIE

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mi, 05. Februar 2020

Gesundheit & Ernährung

Krampflösendes Kraut: der Oregano

Es gibt Paare, die sind einfach füreinander bestimmt. Tomatensoße und Oregano zum Beispiel – diese Liaison hinterlässt auf der Pizza, zu Nudeln oder im Chili stets einen exzellenten Eindruck. Was hauptsächlich an dem Kraut liegt, das auch auf den Namen Echter Dost hört und ein enger Verwandter des Majorans ist. Oregano stammt aus dem Mittelmeerraum und wird seit mindestens 300 Jahren in unseren Breitengraden zum Würzen genutzt – darauf lässt ein Basler Rezept aus dem 17. Jahrhundert schließen, in dem Pfannkuchen mit Oregano verfeinert werden. Für das pfeffrig-herbe Aroma des Krautes ist sein hoher Gehalt an ätherischen Ölen, Gerb- und Bitterstoffen verantwortlich. Die gleichen Substanzen sorgen für eine antiseptische und entzündungshemmende Wirkung. Sie wirken zudem krampflösend, was Oregano zu einem guten Mittel bei Blähungen macht, mitunter soll er deshalb sogar bei Kopfschmerzen helfen. In der Naturheilkunde gilt er als Appetitanreger und soll die Verdauung fördern. Und der griechische Arzt Hippokrates schwor auf Oregano zur Behandlung von Hämorrhoiden. Getrockneter Oregano schmeckt deutlich intensiver als frischer, den kann man getrost eine Weile mitkochen. Die frische Variante hingegen sollte erst kurz vor Schluss ins Essen. Wer das typische Aroma mag, sollte sich auf die Suche nach Griechischem Oregano machen – das ist der aromatischste der Oregano-Brüder.