Schüler stellen fürs "Eli" Schutzschilde im Drucker her

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 19. Juni 2020

Lörrach

Phaenovum Schülerforschungszentrum spendet Mitarbeitern der Anästhesie im St. Elisabethenkrankenhaus Gesichtsvisiere.

(BZ). Stolz haben Schüler des Lörracher Phaenovum Schülerforschungszentrums am Montag dem Sankt Elisabethen-Krankenhaus 15 Schutzschilde als Gesichtsschutz für das Personal der Anästhesie überreicht – und zwar von ihnen selbst hergestellte Schutzschilde. Die Visiere schnitten sie zu und montierten sie an die im 3-D-Drucker produzierten Halterungen. Chefarzt Falko Harm nahm die Spende entgegen und freute sich darüber. Die Visiere seien zum Schutz des Krankenhaus-Personals sehr hilfreich.

Die Jugendlichen lernten vor der Corona-Krise in einem Kurs, wie Teile konstruiert und dreidimensional gedruckt werden. Die dabei entstandene Idee, im Phaenovum Schutzschilde für Krankenhausmitarbeiter zu drucken, verfolgten sie mit Begeisterung, da dies die Möglichkeit gab, das Erlernte sogleich sinnvoll in die Praxis umzusetzen. Gleichzeitig freuten sich die Kursteilnehmer, medizinischen Mitarbeitern helfen zu können. Mit den Kursleitern Stephan Laage-Witt und Christina Neu druckten und montierten Moritz Neu, Jona Walpert, Karina Whitehead, Josef Kassubek, Jona Walpert, Jule Pallasch und Dominik Sengstake die Visiere an mehreren Tagen in Schichten.

Nicht nur für die Versorgung von Covid-19-Patienten auf den Isolierstationen und in der Intensivstation im Kreiskrankenhaus in Lörrach ist eine spezielle Schutzausrüstung notwendig, sondern auch in Kliniken, die wie das "Eli" nicht gesondert für die Behandlung von Covid-19-Patienten festgelegt wurden, betont das Phaenovum in der Mitteilung. Denn dort werden auch Schwangere und Kinder versorgt. Dabei sei zu bedenken, dass Schwangere und Kinder nach ersten Studienergebnissen besonders häufig einen "asymptomatischen" Krankheitsverlauf hätten. Es sei davon auszugehen, dass auch diese Infizierten zur Übertragung beitragen, da sich die Viruslast bei asymptomatischen und symptomatischen Sars-COV-2-Infizierten nicht unterscheide. Dies stelle die Anästhesie-Abteilung im "Eli" vor eine besondere Herausforderung, da es bei einer Vollnarkose häufig zu Husten, selten auch zu Erbrechen komme, und damit eine Übertragung des Coronavirus erfolgen könne. Angesichts bedarfsdeckender, aber doch knapper Ressourcen sei daher die Freude groß über das Angebot des Phaenovum, für das "Eli" Halterungen für Visiere im 3-D-Drucker herzustellen.