Torwart-Transfers

Schwolow wohl vor Wechsel nach Schalke, Uphoff soll vom KSC kommen

David Weigend, aktualisiert um 17.50 Uhr

Von David Weigend & aktualisiert um 17.50 Uhr

Fr, 03. Juli 2020 um 12:28 Uhr

SC Freiburg

Laut Medienberichten steht SC-Keeper Alexander Schwolow vor einem Wechsel zu Schalke 04. Dafür soll der Karlsruher Torwart Benjamin Uphoff zum SC Freiburg kommen.

Die Anzeichen verdichten sich, dass Alexander Schwolow, seit Jahren die Nummer eins beim SC Freiburg, zum Bundesliga-Konkurrenten Schalke 04 wechseln soll. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Nach Informationen der Badischen Zeitung ist dies mehr als reine Spekulation: Schwolow soll sich mit Schalke grundsätzlich einig sein. Dazu passt die Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass der 26-jährige Karlsruher Torhüter Benjamin Uphoff vor einem ablösefreien Wechsel zum SC Freiburg steht. Uphoff, der als Stammkeeper den Klassenerhalt mit dem KSC in der zweiten Liga schaffte, könnte beim Sportclub aller Voraussicht nach die Nummer zwei hinter Mark Flekken werden. "Wir halten nach einem Torwart Ausschau", sagte KSC-Sportchef Oliver Kreuzer (54) in einem Interview der Badischen Neuesten Nachrichten aus Karlsruhe.

Der 28-jährige Schwolow, der eine starke Saison im Tor des SC Freiburg absolviert hat, steht beim Sportclub seit 2008 unter Vertrag und durchlief die Freiburger Fußballschule. Erste Wechselgerüchte nach Schalke kamen bereits vergangene Woche auf. In der Pressekonferenz nach dem 4:0-Sieg der Freiburger über S04 am 27. Juni sagte der Schalker Trainer David Wagner, Schwolow sei "ein Kandidat" in Gelsenkirchen, von einer Einigung könne aber noch keine Rede sein. Eine knappe Woche später scheint sich die Lage verändert zu haben. Der SC Freiburg hielt sich am Freitag wie stets damit zurück, Wechselgerüchte zu kommentieren.

Schwolows Vertrag beim SC läuft bis zum 30. Juni 2022, angeblich mit einer Ausstiegsklausel in Höhe von rund acht Millionen Euro. Auch wegen seiner überdurchschnittlichen Leistungen in den vergangenen Monaten wurde der Freiburger zuletzt mit internationalen Vereinen in Verbindung gebracht, zum Beispiel Ajax Amsterdam, FC Sevilla und Benfica Lissabon. Doch mehr als loses Interesse dieser Clubs hat es wohl nicht gegeben. Dies scheint bei Schalke 04 anders zu sein. Die Königsblauen suchen einen ebenbürtigen Nachfolger für Alexander Nübel, der zum FC Bayern wechselt.

Schalke befindet sich in der Krise

Von außen betrachtet mutet es allerdings ein wenig merkwürdig an, dass Schwolow ausgerechnet mit einem Club liebäugelt, der sich nach einer historisch schlechten Bundesliga-Rückrunde (seit 16 Spielen sieglos) mitten in der Krise befindet. Dazu kommen die Querelen um den gerade erst zurückgetretenen Aufsichtsratvorsitzenden Clemens Tönnies und nicht zuletzt fast 200 Millionen Euro Schulden. Die Ablöseforderung der Freiburger könnte für Schalkes Sportchef Jochen Schneider doch noch zum Stolperstein werden, sofern sich die SC-Pendants Jochen Saier und Klemens Hartenbach nicht kompromissbereit zeigen.

Fest steht, dass der Sportclub auch im Falle von Schwolows Abgang gut aufgestellt wäre. Die bisherige Nummer zwei Mark Flekken bewies während Schwolows Verletzungspause zwischen dem neunten und 17. Spieltag der zurückliegenden Saison seine Qualitäten im Freiburger Tor. Auch im letzten Saisonspiel kam der Niederländer zum Einsatz und erledigte seinen Job solide. Flekken wäre der neuen Verantwortung gewachsen. Mit Benjamin Uphoff hätten die Freiburger einen zuverlässigen Ersatzkeeper im Kader, der mit seinen Paraden beim 2:1-Sieg in Fürth am Sonntag entscheidend dazu beitrug, dass der KSC die Klasse halten konnte.

Davon abgesehen: Charakterlich wäre ein Abschied Schwolows für den SC ein herber Verlust.