Erklär's mir: Warum gibt es Kritik an Tabakwerbung?

Ines Alender

Von Ines Alender

Mi, 11. Dezember 2019

Erklär's mir

Früher war es üblich und erlaubt, für Zigaretten zu werben – an Litfaßsäulen, Plakatwänden, in Zeitungen und Zeitschriften, im Radio und an vielen anderen Orten. Vor fast jedem Kinofilm lief eine solche Werbung. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte wurde die Tabakwerbung immer mehr eingeschränkt. Seit 1975 ist sie in Deutschland im Radio und im Fernsehen verboten, seit 2002 darf sie im Kino nicht mehr vor 18 Uhr gezeigt werden. 2007 trat eine Richtlinie in der Europäischen Union in Kraft, die besagt, dass im Internet, in Zeitungen und Zeitschriften nicht mehr für Zigaretten geworben werden darf. Nun wird in der deutschen Politik über ein komplettes Verbot von Tabakwerbung verhandelt. Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass seit vielen Jahren bekannt ist, dass Rauchen sehr ungesund ist. Es kann Krebs, Herz- oder Gefäßkrankheiten verursachen. Etwa 120 000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an den direkten Folgen des Rauchens.