Erklär's mir

Warum können Wespen immer wieder zustechen?

Martin Herceg

Von Martin Herceg

Mo, 10. August 2015

Erklär's mir

Im Gegensatz zur Biene kann eine Wespe nicht nur einmal stechen, sondern ganz oft. Das liegt daran, dass Wespen einen sehr glatten Stachel haben. Bienen haben dagegen einen kleinen Widerhaken am Stachel. Der sorgt dafür, dass der Stachel nach dem Stich in der Haut stecken bleibt – die Biene wird schwer verletzt und stirbt. Ein Wespenstachel ist so klein, dass man ihn mit dem bloßen Auge fast gar nicht sehen kann. Gerade einmal 2,6 Millimeter ist er lang. Innen ist er hohl, so gelangt das Gift bis in die Stachelspitze und von dort in die Haut. Wespen brauchen ihren Giftstachel, um bei der Jagd andere Insekten zu lähmen. Menschen greifen sie nur an, wenn sie festgehalten, gequetscht oder zu fest berührt werden. Bei den Wespen und Bienen können übrigens nur die Weibchen zustechen, männliche Tiere haben gar keinen Stachel. Für die meisten Menschen ist ein Wespenstich nur lästig und schmerzhaft. Manchmal schwillt auch die Stelle, wo die Wespe ihren Stachel in die Haut gesteckt hat an und wird rot. Von 100 Menschen in Deutschland haben aber etwa fünf bis zehn eine Wespenallergie. Für diese Menschen mit Allergie kann ein Stich lebensgefährlich sein.