Hochschwarzwald

Coliforme Keime im Trinkwasser von Titisee-Neustadt entdeckt

Tanja Bury

Von Tanja Bury

Mi, 05. August 2020 um 17:48 Uhr

Titisee-Neustadt

Die überschrittenen Grenzwerte machen eine Chlorung des Trinkwasser notwendig, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Eine Gesundheitsgefährdung bestehe nicht.

Teile des Trinkwassers in der Stadt sind mit coliformen Keimen belastet, das teilt die Stadtverwaltung am Mittwochabend mit. Betroffen ist das Trinkwassernetz in Neustadt, Langenordnach, Waldau und Rudenberg. Nicht betroffen sind die Teilnetze Titisee und Schwärzenbach. Die Überschreitung des Grenzwerts mache eine Chlorung des Trinkwassers notwendig, es könne jedoch weiter uneingeschränkt genutzt werden. Es gebe keine gesundheitlichen Bedenken, eine Abkochpflicht bestehe nicht.

Die Stadt habe in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald sofort Maßnahmen zur Lösung des Problems ergriffen. Aktuell werde eine Wasserkammer des Hochbehälters Fullberg – hier hatte sich die höchste Belastung gezeigt – abgesenkt und anschließend gereinigt. Wenn diese Reinigungsarbeiten beendet sind, werde die Wasserkammer mit gechlortem Wasser vom Wasserwerk Aigen wieder befüllt. Danach werde dieser Vorgang mit der zweiten Kammer wiederholt. Vom Hochbehälter Fullberg wird das Wasser in die Hochbehälter Dennenberg (Rudenberg), Fehrn und Rauh (Langenordnach, Waldau) weitergeleitet. Dadurch werden alle betroffenen Ortsnetze gechlort.

Nach der Ursache wird derzeit noch gesucht

Laut Stadtverwaltung ist die Ursache für das Auftreten der coliformen Keime noch nicht bekannt. Nach ihr werde jedoch durch weitere Maßnahmen und Beprobungen in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt gesucht. Ein Grund könnte in Ablagerungen im Leitungsnetz liegen, welche durch die hohen Temperaturen und einen erhöhten Wasserfluss ausgeschwemmt werden. Die Stadt Titisee-Neustadt will informieren, sobald die Chlorung abgeschlossen ist.

Auch die Stadt Villingen-Schwenningen hat in jüngster Vergangenheit immer wieder mit coliformen Keimen in ihrem Trinkwasser zu kämpfen.

Hotline: Bürger können ihre Fragen über eine Hotline stellen. Sie ist unter Tel. 07651/ 93 311 11 bei den Stadtwerken eingerichtet. Freigeschaltet ist die Nummer heute, Donnerstag, und am Freitag, 7. August, jeweils von 7.30 Uhr bis 21 Uhr. Ansprechpartner ist Herr Lickert.