Kellerlokal

Der "Spatz" in Altweil wird zum Pop-up-Käsefondue-Restaurant

Herbert Frey

Von Herbert Frey

Mi, 28. Oktober 2020 um 09:06 Uhr

Gastronomie

Im "Spatz", dem zum "Adler" in Altweil gehörenden Kellerlokal, kann nach längerer Zeit geschlossener Türen schon bald wieder eingekehrt werden. Im Pop-up-Restaurant wird es Käsefondue geben.

Marius Haberstroh, Inhaber des Gasthauses "Blume" in Kleinkems, öffnet dort am 6. November ein Pop-up-Restaurant, das in der kalten Jahreszeit Käse-Fondue anbietet.

Haberstroh entwickelte während des Corona-Lockdowns neue gastronomische Konzepte – auch, um seinem Team eine Perspektive zu bieten. Weil eine Almhütte im Garten seiner Blume so einfach nicht umzusetzen war, fragte er sich, ob sich das Konzept nicht auch in einem leer stehenden Lokal umsetzen ließe. Der "Spatz" in Altweil habe sich dafür angeboten, schildert Marius Haberstroh. Denn seit seiner Ausbildung, die er von 2003 bis 2006 bei Sternekoch Hansjörg Wöhrle absolvierte, hegt er freundschaftliche Kontakte zum Adler-Patron. Rasch sei man sich über einen Pachtvertrag einig geworden.

Frischer Wind für die Weiler Gastro-Szene

Marius Haberstroh bietet im "Spatz" vom 6. November an von Dienstag bis Samstag jeweils ab 17.30 Uhr ein Menü an, das aus einem "Gruß aus der Küche", einem Salat, dem Käse-Fondue sowie einem Dessert besteht. Die Käse-Mischung ist selbst hergestellt und kein Fertigprodukt. Der Gast könne dabei zwischen den Varianten "Klassisch", "Champagner", "Chili" sowie "Trüffel" wählen und auch jeden Gang einzeln bestellen, erläutert Haberstroh das Konzept, mit dem er wieder frischen Wind in die Gastroszene in Altweil bringen will. Nicht nur Hotelgäste, sondern vor allem auch junge Einheimische, die zu bezahlbaren Preisen einkehren wollen, sollen sich angesprochen fühlen.

Werde das Format angenommen, könne er sich auch eine jahreszeitliche Anpassung gut vorstellen, im Frühjahr etwa eine reine Spargel- und im Sommer eine Grillkarte, so der Koch und Gastronom. Ihm eröffnet das Pop-up-Restaurant in dem rustikalen, mit neuen gestalterischen Elementen etwas modernisierten Ambiente die Möglichkeit, sein Service-Personal, das er in Kleinkems wegen der Corona-Einschränkungen nicht voll auslasten kann, optimal einzusetzen. Er wird für den Spatz aber auch neue Kräfte einstellen. Wenn Corona dies wieder zulasse, schweben Haberstroh im Spatz auch Events wie bayrische Frühshoppen vor.

Von den USA wieder zurück ins Markgräflerland

Marius Haberstroh, der unter anderem in der Schweiz und in den USA arbeitete, übernahm 2015 die "Blume" in seinem Heimatort, in der er schon vor seiner Kochlehre als Aushilfe gearbeitet hatte. Zuvor schloss er eine zweite Ausbildung zum Hotel-Betriebswirt ab.