Phoenix, Lahr

Ein erfolgreiches Konzept: Heute Gasthaus, morgen zentrales Wohnen

Karin Kaiser

Von Karin Kaiser

Mo, 22. August 2022 um 15:23 Uhr

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Anzeige Phoenix-Geschäftsführerin Susanne Wischnewski hat sich auf die Vermarktung von Gastronomieimmobilien spezialisiert – das Denkmalschutzamt ist für sie ein wichtiger Gesprächspartner

Susanne Wischnewski, Geschäftsführerin von Phoenix Grundstücks- und Projektentwicklung in Lahr, ist Spezialistin für Gastronomie- und Hotelimmobilien. Dabei gelte es einige Herausforderungen zu bewältigen. Der Lahrer Betrieb stellt nach Wischnewskis Angaben nicht nur ein klassisches Maklerunternehmen dar, sondern bringt die Entwicklung von Immobilien und deren Vermarktung zusammen.

Kompetentes Wissen sei in der Immobilienbranche Voraussetzung. Das gelte auch speziell bei der Vermarktung von Gasthäusern: "Das ist ein Handwerk, das sitzen muss," sagt Susanne Wischnewski. Die Herausforderung liege auf diesem Gebiet in der Vorarbeit. Im ersten Schritt müsse für die oft großen und in die Jahre gekommenen Gastroimmobilien ein Konzept erstellt werden. Die Frage sei, was kann entstehen? Eine Marktanalyse werde erarbeitet: Was benötigt der Ort? Wohnraum, altersgerechtes Wohnen oder ein Ärztehaus beispielsweise? Dann müsse der Denkmalschutz geklärt werden. Das seien wichtige Punkte, denn die einst beliebten und gut besuchten Gasthäuser stünden meist sehr zentral. "Ihre zukünftigen Nutzungen prägen die Ortskerne der Gemeinden", sagt Wischnewski.

In den vergangenen Monaten hat die Expertin einige Gasthäuser vermittelt und in ihrer Nutzung weiterentwickelt. Im Zentrum von Kippenheim zum Beispiel ist das Gasthaus Rindfuss erfolgreich an einen Investor "mit Liebe zum Denkmalschutz" (Wischnewski) verkauft worden. Ortsbesichtigungen mit dem hiesigen und den Freiburger Denkmalschutzämtern sowie einem Architekten, der auf dem Gebiet des Denkmalschutzes europaweit anerkannt sei, hätten stattgefunden. Die Statements seien bei der Beurteilung berücksichtigt worden. Susanne Wischnewski berichtet mit Begeisterung über zeitintensive Termine, die enge Zusammenarbeit, Gespräche und Ideenfindungen, die auch sie habe immer wieder Staunen lassen. "Wir haben nie ausgelernt, jedes Gasthaus hat seine eigene Geschichte", erklärt sie.

In Gesprächen mit interessierten Käufern würden dann auch so manche Erinnerungen wach. Die Phoenix-Geschäftsführerin erinnert sich zum Beispiel an eine Begegnung mit einem kaufinteressierten schon leicht ergrauten Kippenheimer, der von großen Siegesfeiern nach so manchem Fußballspiel im "Rindfuss" erzählt hat. "Die Gasthäuser stehen für unsere Kultur, für Lebensfreude, an sie haben wir nicht nur Erinnerungen, sondern verknüpfen auch so manche Emotionen mit ihnen."

Ein weiteres ihr anvertrautes Gasthaus steht in Emmendingen-Wasser. Dafür wurde ein komplettes Planungskonzept erstellt. Das Gasthaus stand zwar unter Denkmalschutz, nach einer gemeinsamen Begehung mit einem Freiburger Architekten und dem Denkmalschutzamt sei dieser jedoch zurückgenommen worden. Das Gebäude wurde über die Jahre so sehr verändert, dass der Denkmalschutz nicht mehr gerechtfertigt gewesen sei.

Ein Planungskonzept über rund 6 000 Quadratmeter Grundstück wurde erarbeitet. Auf Wunsch des Ortsvorstehers würde man das Gasthaus erhalten und die Zimmer würden in ein sogenanntes "Boardinghouse", also Wohnen auf Zeit, umgeplant. Auf den größten Teil des Grundstücks werden altersgerechte Wohnungen in Selbstverwaltung mit Gemeinschaftsräumen wie ein Kaminzimmer, Teeküche und einem Wintergarten geplant. Mehrgenerationenhäuser sollen das Wohnen für Jung und Alt abrunden. Selbst der Eigentümer und heutige Betreiber kann seine Wohnträume in einem neuen Heim auf dem Grundstück realisieren. "Im Gespräch mit den Eigentümern und entsprechenden Ämtern finden wir fast immer eine passende Lösung", betont Susanne Wischnewski. Ein erstes, kostenloses Beratungsgespräch ist für die Diplom-Sachverständige zudem eine Selbstverständlichkeit: "Vertrauen ist in unserem Metier extrem wichtig", betont die Fachfrau.
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www.phoenix-projekte.de