Erklär's mir: Warum gibt’s über 10 000 Meter extra Titelkämpfe?

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mo, 03. Mai 2010

Erklär's mir

Die Leichtathletik ist eine sehr vielschichtige Sportart. Da gibt es eine Menge Disziplinen, in denen gesprungen, geworfen und gerannt wird. Das Rennen unterteilt sich dann noch in Kurz-, Mittel- und Langstreckenläufe. Für Euch Kinder ist schon ein 1000-Meter-Lauf, also zweieinhalb Runden auf der Laufbahn in einem Stadion, eine lange Strecke. Für die Erwachsenen beginnt der Langstreckenlauf hingegen erst bei 3000 Metern. An diesem Wochenende hat die deutsche Meisterschaft über 10 000 Meter stattgefunden. Da müssen die Sportler 25 Runden drehen, ehe sie im Ziel sind. Das strengt die Athleten natürlich ganz schön an. Und weil das so viel Kraft kostet, können die Langstreckenläufer – im Gegensatz zu den sogenannten Sprintern, die lediglich 100, 200 oder 400 Meter laufen – auch nicht jeden Tag an den Start gehen. Weil die Leichtathleten ihre deutschen Meister im Rennen, Springen und Laufen an einem Ort und an zwei aufeinander folgenden Tagen ermitteln, wäre es für die Langstreckenläufer zu anstrengend, Rennen über 5000 und 10 000 Meter zu bestreiten. Deshalb haben sich die Männer und Frauen im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) dafür entschieden, die Meister über 5000 Meter im Rahmen der "richtigen" deutschen Meisterschaft zu küren. Die Meister über 10 000 Meter werden hingegen bei einer gesonderten Veranstaltung ermittelt – so wie am Wochenende nun in Ohrdruf, das im Bundesland Thüringen liegt.