FRAGEN SIE NUR!: Ohne die Viren klappt es nicht

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Sa, 21. September 2019

Erklär's mir

Erkältet man sich schneller,

wenn man friert?

Ob die Rhinoviren, die typischerweise für eine Erkältung verantwortlich sind, zuschlagen können, hängt von mehreren Faktoren ab. Zum Beispiel fahren wir im Winter häufiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dort ist die Ansteckungsgefahr größer als auf dem Rad. Heizungsluft trocknet zudem die Schleimhäute aus, die dann schlechter Keime abwehren können. Wenn man friert, wird die Durchblutung herabgesetzt. "Das wiederum sorgt dafür, dass – sehr vereinfacht gesagt – die körpereigene Abwehr nicht so gut funktioniert, wie sie es eigentlich könnte", sagt Ernst Tabori, Ärztlicher Direktor am Deutschen Beratungszentrum für Hygiene in Freiburg. Ihm zufolge ist die Mahnung, bei Kälte morgens nicht mit nassen Haaren rauszugehen, also berechtigt. "Ich bin generell ein Verfechter von Mützen bei kühleren Temperaturen: Sie schützen uns vorm Auskühlen." Das gleiche Prinzip greift bei kalten Füßen. Damit sich ein frierender Körper erkältet, muss er allerdings ein paar Rhinoviren begegnen. Sonst wird das nichts mit dem Schnupfen.

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