Zero Waste

Kettenkochen: Einkaufen mit Köpfchen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

So, 10. Mai 2020 um 07:00 Uhr

Gastronomie

Weniger ist mehr: Mit Kettenkochen werden Reste für den Speisezettel effizient eingeplant und sorgen für Abwechslung – und weniger Lebensmittelverschwendung.

Wer in Corona-Zeiten so selten wie möglich einkaufen gehen will, füllt seinen Einkaufswagen oft bis zur Kante. Unter dem Motto: von allem etwas. Das birgt jedoch das Risiko, dass zum Schluss viele Reste übrigbleiben, die gar nicht zusammenpassen und vielleicht im Müll landen.

Unnötig!

Denn vorausschauendes Einkaufen geht auch ganz anders.

Besser sei es, die Resteverwertung von vornherein in den Wochenspeiseplan und damit in den Einkauf einzukalkulieren, empfiehlt die Hauswirtschafterin und Ökotrophologin Daniela Katz-Raible aus dem baden-württembergischen Hohenlohekreis. Das heiße aber nicht, dass es drei Tage lang dasselbe gibt. "Man tauscht immer nur eine Komponente aus, benutzt eine Zutat vom Vortag und fügt eine neue hinzu", erklärt Katz-Raible.

Wie die Kette funktioniert

Mit einer solchen Kette lasse sich nicht nur Zeit und Geld sparen. Man vermeide Abfälle und bringe dennoch Abwechslung auf dem Teller. Eine Kette könnte so aussehen: Aus den Salzkartoffeln vom Vortag werden – vermischt mit Ei, Mehl und Gewürzen – leckere Kartoffelküchle. Das gestern übrig gebliebene Sauerkraut (zuerst gab es dazu Würstchen und Kartoffelbrei) wird mit gebratenem Hackfleisch vermengt und zu Reis serviert. Eine andere Ketten-Variante sieht so aus: Salzkartoffeln – Bratkartoffeln mit Salat – Salat mit einem Nudelgericht – und am vierten Tag Nudelreste als Auflauf mit Gemüse. Und aus Gemüseresten lässt sich schell eine Suppe kochen. (dpa)

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