Covid-19

Newsblog – Teil 2: Alles wichtige zum Coronavirus in der Ortenau – 18. bis 21. März

Karl Kovacs

Von Karl Kovacs

Mi, 18. März 2020 um 08:47 Uhr

Lahr

Wie viele Menschen sind in der Region erkrankt? Was ist heute wichtig? Welche Veranstaltungen fallen aus? Verfolgen Sie die aktuelle Berichterstattung der BZ im Newsblog zu Corona im Kreis Ortenau.

Welche aktuellen Entwicklungen zum Thema Coronavirus und Folgen gibt es in der Region? Aktuelle Infos erhalten Sie in unseren Newsblogs zu Corona aus dem Kreis Emmendingen, dem Kreis Lörrach und Freiburg sowie auf badische-zeitung.de

Samstag, 21. März, 19 Uhr: Die Stadt Offenburg hat auf ihrer Internetseite eine Liste zusammengestellt mit Offenburger Geschäften, die Bestellungen annehmen oder einen Lieferservice anbieten. Dort können sich auch weitere Geschäfte melden, um aufgenommen zu werden.

Samstag, 21. März, 18.08 Uhr: Am Samstagnachmittag sind nur sehr wenige Menschen in der Lahrer Innenstadt unterwegs. Die meisten von ihnen sind alleine oder zu zweit. Ansonsten sieht man Eltern mit Kindern.

In den geöffneten Supermärkten herrscht reger Betrieb. Trotz sichtbar ausgehängter Abstandsregeln stehen viele Menschen dicht an den Kassen.

In den Regenpausen zieht es auch in den Ortsteilen einige Menschen in die Naherholungsgebiete. So etwa in Sulz in Richtung des Waldes. Familie nutzen die trockenen Phasen, um mit den Kindern etwas an die frische Luft zu kommen. Größere Gruppen sieht man nirgends.

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Wenig los: der Marktplatz in Lahr am Samstagnachmittag (Foto: Bastian Bernhardt)

Samstag, 21. März, 17.22 Uhr: Der Wochenmarkt in Offenburg war am Samstag mit Ständen gut bestückt, die Menschen hielten – anders als noch vor wenigen Tagen – sehr diszipliniert Abstand voneinander. Die Appelle scheinen zu wirken.

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Der Markt in Offenburg (Foto: Helmut Seller)

Samstag, 21. März, 15.30 Uhr: Das Gesundheitsamt meldet den zweiten Todesfall in der Ortenau. Ein 91-jähriger Patient, der am Virus erkrankt war, ist gestorben. Das erste Todesopfer war eine 88-jährige Frau, die am vergangenen Montag starb.

Stand Samstag sind nun 92 Patienten mit einer Corona-Infektion in der Ortenau registriert. Das sind 10 mehr als am Freitag. Am stärksten betroffen sind Kommunen an der B 28, die ins Risikogebiet Elsass führt: Kehl, Appenweier und Oberkirch.

Samstag, 21. März, 12.35 Uhr: Abstand ist laut Experten derzeit das Gebot der Stunde. Neudeutsch: Social Distancing. Das steckt dahinter.

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Samstag, 21. März, 11.20 Uhr: Hier gibt es weitere Hilfsangebote: Samstag, 21. März, 10.15 Uhr: Was in der Corona-Krise passiert, trifft Gemeinwesen fast überall auf der Welt. Aber die Einschränkungen treffen zugleich jeden Einzelnen. Doch wenn die Seuche gebremst wird, lohnt dieser Preis. Ein Kommentar von BZ-Chefredakteur Thomas Fricker.

Samstag, 21. März, 10.12 Uhr: Guten Morgen, wir hoffen Sie, haben gut geschlafen. Willkommen zurück auf unserem Newsblog. Am Wochenende wird dieser weniger oft aktualisiert, natürlich aber, wenn etwas wichtiges passiert. Danke für Ihr Verständnis.

Freitag, 20. März, 22.48 Uhr: Diese Grafik (Quelle: Grünen-Fraktion) zeigt, welche Geschäfte und Einrichtungen ab Samstag, 21. März, geöffnet sein dürfen und welche geschlossen bleiben müssen. Die Verordnung gilt bis zum 15. Juni, kann aber vorher außer Kraft gesetzt werden.

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Freitag, 20. März, 20.45 Uhr: Der 11. Tag mit unserem Newsblog zur Corona-Krise neigt sich dem Ende entgegen. 11 ereignisreiche, aufwühlende, teilweise beängstigende Tage liegen hinter allen – den Leserinnen und Lesern der BZ und auch der Redaktion. In dieser schwierigen Zeit hat sich aber auch gezeigt, dass die Region im übertragenen Sinn zusammengerückt ist. In der Rubrik "BZ hilft" sowie hier im Newsblog berichten wir über Hilfsangebote aller Art, die Privatleute, Organisationen und Institutionen, Unternehmen und Geschäfte in kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben. Dafür gebührt allen ein riesiges Lob.
In zahlreichen Berichten, Newsblogs, Servicestücken und Interviews – sowohl in der gedruckten Zeitung als auch im Netz, wobei viele unserer Artikel kostenfrei sind – werden wir Sie in den kommenden Wochen weiter auf dem Laufenden halten.
Und weil sich das Leben in den kommenden Wochen noch mehr zu Hause abspielen wird, sind gute Tipps nötig. Basteln, Malen, Stricken, Putzen, Filme schauen…? Wenn Sie Tipps haben, schreiben Sie einen Kommentar.

Einen schönen Abend noch, bleiben Sie zu Hause – und vor allem: Bleiben Sie gesund!

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Freitag, 20. März, 20.10 Uhr: Das Gesundheitsamt des Ortenaukreises zündet die nächste Stufe im Umgang mit der Corona-Pandemie. Bei Corona-Verdacht getestet werden nur noch Personen, die im Gesundheitswesen arbeiten oder aus einer der Risikogruppen etwa mit Vorerkrankungen stammen. Alle anderen Verdachtsfälle werden an die Hausärzte verwiesen.

Laut Doris Reinhardt von der Kassenärztlichen Vereinigung sollen die Arztpraxen im Ortenaukreis Schutzkleidung nachgeliefert bekommen, flächendeckend.

Freitag, 20. März, 17.58 Uhr: Neben den Betretungsverboten in einzelnen Orten gilt Folgendes in ganz Baden-Württemberg ab Samstag, 0 Uhr.

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Freitag, 20. März, 16.18 Uhr: Mit den Betretungsverboten folgen die Städte Offenburg und Lahr den Vorgaben der Landesregierung. Demnach sind in Baden-Württemberg Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen mit mehr als 3 Personen nicht mehr erlaubt. Das sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Ausnahmen gebe es für Familien und Paare. Zudem müssen ab Samstag Restaurants geschlossen bleiben.

Freitag, 20. März, 16.10 Uhr: Die Betretungsverbote in Offenburg und Lahr treten jeweils am Samstag, 21. März, 0 Uhr in Kraft und gelten vorerst bis 3. April.
  • Damit ist das Betreten öffentlicher Orte grundsätzlich untersagt. Dazu zählen insbesondere Straßen, Wege, Gehwege, Plätze, öffentliche Grünanlagen, Parkanlagen sowie Spiel- und Bolzplätze.
  • Weiter bedeutet das: Die Menschen dürfen zur Arbeit gehen, zum Arzt oder zum Einkauf von Lebensmitteln.
  • Auch dürfen Kinder in die Notbetreuung gebracht werden.
  • Erlaubt ist, alten Menschen sowie Personen, die zur Risikogruppe gehören, zu helfen, indem für sie Erledigungen übernommen werden.
  • Der öffentliche Nahverkehr darf nur noch genutzt werden, um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen gebracht zu werden.
  • Wer sich im Freien aufhalten möchte, darf das weiterhin, allerdings nur allein, zu zweit oder mit den Personen, die mit im eigenen Haushalt leben. Unter diesen Umständen sind Joggen und Spaziergänge weiter möglich.
  • Grundsätzlich gilt: Von allen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Meter einzuhalten, auch in den Bussen.
  • Die Einhaltung wird durch die Polizei und den Kommunalen Ordnungsdienst überwacht. Bürgerinnen und Bürger haben bei Kontrollen glaubhaft zu machen, warum sie sich im öffentlichen Raum aufhalten.
"Es handelt sich nicht um eine Ausgangssperre, wobei das Haus oder die Wohnung tatsächlich nur noch für dringende Angelegenheiten verlassen werden sollen", heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Offenburg.

Freitag, 20. März, 15.57 Uhr: EIL: Lahr und Offenburg erlassen Betretungsverbote für öffentliche Orte.

In Kürze gibt es weitere Informationen.

Freitag, 20. März, 15.13 Uhr: Im Ortenaukreis gibt es, Stand 13 Uhr, 6 neue und somit insgesamt 82 bestätigte Corona-Fälle, wie das Landratsamt mitteilt.

Freitag, 20. März, 15.05 Uhr: Premiere: Offenburgs Oberbürgermeister Marco Steffens antwortet per Video auf Journalistenfragen, die ihm zuvor per Mail zugegangen waren. Am Sonntag hatte er bereit über ein Youtube-Video zu den Bürgerinnen und Bürgern seiner Stadt gesprochen.



Freitag, 20. März, 15 Uhr: Die Gemeinde Friesenheim kündigt verschärfte Kontrollen am kommenden Wochenende an, um sogenannte Corona-Partys oder Treffen von Menschengruppen zu unterbinden.

In der Mitteilung heißt es: "Bitte beachten Sie, dass das Entfernen von Warnhinweisen der Gemeinde und das Missachten der geltenden Versammlungsverbote einen Straftatbestand darstellen, der rechtlich geahndet werden kann."

Auch die Gemeinde appelliert – wie es bereits andere Stellen mehrfach getan haben – an die Vernunft der Bevölkerung: "Bitte bleiben Sie zu Hause und reduzieren Sie Ihre sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum." Nur so könne die Verbreitung des Virus verlangsamt und damit die Gefährdung vieler Menschen sowie eine Überlastung des Gesundheitssystems vermieden werden.

Freitag, 20. März, 14.08 Uhr: Das Ortenau-Klinikum organisiert angesichts der aktuellen Corona-Epidemie die Zugänge zu seinen Häusern neu. Zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter werden zumeist unmittelbar vor oder im Eingangsbereich vorgelagerte Kontaktstellen eingerichtet. Fußläufige Patienten werden in diesen Bereichen ärztlich gesichtet und wenn notwendig stationär aufgenommen.
  • Am Klinikum in Lahr wird die vorgelagerte Kontaktstelle in der Cafeteria eingerichtet, die für den Besucherverkehr geschlossen wurde.
  • Am Klinikum in Offenburg, Betriebsstelle Ebertplatz, wird die vorgelagerte Kontaktstelle unmittelbar vor und im Eingangsbereich eingerichtet.
  • Am Klinikum in Wolfach wird die vorgelagerte Kontaktstelle unmittelbar vor dem Haupteingang in einem Zelt eingerichtet.
  • Am Klinikum in Achern wird die vorgelagerte Kontaktstelle im ehemaligen Bettenlager der Klinik eingerichtet. Außerdem wird ein Zelt errichtet. Der Zugang ist vom Haupteingang ausgeschildert.
Freitag, 20. März, 13.29 Uhr: Landrat Frank Scherer empfiehlt seinen Kommunen, unter bestimmten Voraussetzungen Verbote zum Betreten öffentlicher Orte auszusprechen. Anordnen können die Betretungsverbote nur die Kommunen beziehungsweise das Land.

Wie aus einer der BZ vorliegenden Empfehlung des Gesundheitsamts hervorgeht, empfiehlt die Behörde den Erlass einer befristeten Allgemeinverfügung, wonach das Betreten öffentlicher Orte untersagt wird, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: Auf der Gemarkung der Gemeinde ist mindestens eine Infektion bestätigt und die Gemeindeverwaltung ist zu der Einschätzung gelangt, dass in nennenswertem Ausmaß gegen die am Mittwoch erlassene Verordnung des Landes verstoßen wird.

In Lahr, Offenburg und Kehl wären diese Voraussetzungen erfüllt – dort gibt es mehrere Infektionen und es kam zu sogenannten Corona-Partys, bei denen zahlreiche Menschen angetroffen wurden, die das Virus verbreiten könnten.

Wie die Kommunen im Kreis nun handeln werden, steht derzeit noch nicht fest. Wir werden weiter berichten.

Freitag, 20. März, 13.10 Uhr: Um zur Eindämmung der Coronaviren-Pandemie beizutragen, schränkt die SWEG ihr Angebot weiter ein. Am Wochenende fallen diverse Verbindungen weg. Weitere Änderungen sind für Montag angekündigt.

Freitag, 20. März, 12.48 Uhr: Freiburg hat den Anfang gemacht – nun zieht der erste Landkreis in Südbaden nach und erlässt Betretungsverbote. Der Ortenaukreis wird nach BZ-Informationen folgen. Die Landespolitik verschärft die Regeln für Gruppen und Gastronomen.

Wir berichten, sobald es eine Entscheidung aus Offenburg gibt. Voraussichtlich wird das um kurz nach 14 Uhr sein.

Freitag, 20. März, 12.15 Uhr: Die Ortenauer Polizei hat Platzverweise gegen feiernde Jugendliche erteilt – unter anderem in Lahr und Offenburg.

Freitag, 20. März, 10.17 Uhr: Abstand halten ist das Gebot der Stunde – um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Doch gerade jungen Leuten scheint das schwer zu fallen, es gibt aber auch uneinsichtige Rentner.

Freitag, 20. März, 9.17 Uhr: Mit diesem Aufruf appellieren die Geschwister Leon (6 Jahre) und Milou (4 Jahre) aus Orschweier in den sozialen Medien an alle, sich zu Hause aufzuhalten.

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Freitag, 20. März, 7.57 Uhr: Bei Facebook haben politische Jugendorganisationen, Künstlerinnen und Unternehmer die Corona Nachbarschaftshilfe Ortenau ins Leben gerufen.

Auf dieser Plattform können sich Bürgerinnen und Bürger aus der Ortenau vernetzen und ihre Hilfe anbieten. "Nach 72 Stunden haben sich 250 Freiwillige, darunter viele unter 35 Jahren, aus allen Teilen der Ortenau dort organisiert. Wir appellieren daher an alle Ortenauer Kommunen, den Landkreis, Initiativen und alle Vereine, die Freiwillige suchen, ihre Anfragen und Kontaktinformationen direkt in die Facebook-Gruppe zu stellen", heißt es in einer Mitteilung.

Freitag, 20. März, 7.40 Uhr: Und noch weitere Angebote: Hohberg und Meißenheim organisieren Hilfen, Berufsberatung in Lahr.

Freitag, 20. März, 7.37 Uhr: Im Rahmen der Aktion BZ hilft stellen wir Hilfsangebote in der Region vor. Hier ein Beispiel aus Kappel-Grafenhausen: Damit immungeschwächte und ältere Menschen zuhause bleiben, übernehmen zwei Frauen in Kappel-Grafenhausen unter dem Motto "Bleib daheim!" Einkäufe und wichtige Erledigungen für ihre Mitmenschen.

Freitag, 20. März, 7.35 Uhr: Guten Morgen und herzlich willkommen auf unserem Newsblog.

Donnerstag, 19. März, 22.30 Uhr: Drastische Maßnahme in Freiburg: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, sollen Freiburger ab Samstag das Haus zwei Wochen lang nur noch für dringende Angelegenheiten verlassen. Aufenthalte im Freien sind alleine oder zu zweit oder für Menschen in einer Lebensgemeinschaft möglich. Es handelt sich formal nicht um eine Ausgangssperre.

Donnerstag, 19. März, 20.15 Uhr: Zum Abschluss des heutigen Newsblogs ein Interview-Tipp: Wie wahrscheinlich ist es, dass sich 50 bis 60 Millionen Deutsche infizieren? Das hat die BZ den Freiburger Virologen Hartmut Hengel gefragt.

Wir wünschen noch einen ruhigen Abend, bleiben Sie, wenn möglich, zu Hause – und vor allem: Bleiben Sie gesund! Bis morgen.

Donnerstag, 19. März, 19.15 Uhr: "Wir bleiben für Euch hier, bleibt Ihr bitte für uns zu Hause!"

Mit diesem Aufruf richten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ortenau-Klinikums an die Bevölkerung.

"Nur wenn die Zahl der Neuinfektionen verringert werden kann, kann auch eine Überlastung der Krankenhäuser abgewendet werden", heißt es in der Mitteilung.

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Dringende Bitte des Ärzte- und Pflegepersonals an die Bevölkerung. In der Mitte Chefarzt Bernhard Gorißen, Leiter der Notaufnahme am Ortenau-Klinikum in Offenburg, Ebertplatz

Donnerstag, 19. März, 19.05 Uhr: Schweren Herzens schließt nun auch die Offenburger Tafel – bis vorerst 14. April. Für alle ihre Bestandskunden gibt es diesen Freitag von 10.30 bis 16 Uhr einen Abverkauf.

Donnerstag, 19. März, 18.51 Uhr: Mal schnell aus Frankreich nach Deutschland fahren zum Tanken oder, um Zigaretten zu kaufen, geht in Corona-Krisenzeiten nicht. Ein Schlupfloch in der Ortenau hat die Bundespolizei jetzt geschlossen − bei Neuried-Altenheim.

Donnerstag, 19. März, 18.05 Uhr: Deutliche Worte der Polizei: "Wir appellieren an die Vernunft und Solidarität jedes Einzelnen: Wer gegen die derzeit geltende Rechtslage verstößt, nimmt in Kauf, dass Menschen schwer erkranken oder gar sterben. Zuwiderhandlungen gegen die Coronavirus-Verordnung können eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe nach sich ziehen."

Grund für die Mitteilung sind sogenannte Corony-Partys und Zusammenkünfte in den vergangenen Tagen trotz des Verbots von Versammlungen. Dazu heißt es: "Derartige Zusammenkünfte werden in Zukunft strikte Kontrollen nach sich ziehen und Verstöße gegen die geltende Rechtslage zur Eindämmung des Coronavirus konsequent verfolgt." Vor allem im Raum Achern, Bühl und Offenburg mussten die Beamten vermehrt ausrücken.

Donnerstag, 19. März, 17.55 Uhr: Der Müll wird in der Ortenau weiter wie gewohnt abgeholt. Wie der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Ortenaukreis informiert, werden die Graue Tonne, die Grüne Tonne, der Gelbe Sack und der Sperrmüll planmäßig abgefahren. Auch die Problemstoffsammeltermine sollen wie geplant stattfinden.

Die Deponien und Wertstoffhöfe sind ebenfalls noch wie gewohnt geöffnet. Einige Wertstoffhöfe sind allerdings bereits an ihre Belastungsgrenze gestoßen. Mit längeren Wartezeiten ist deshalb vor allem an Samstagen zu rechnen.

Donnerstag, 19. März, 17.44 Uhr: Aktion BZ hilft: Diese Hilfsangebote gibt’s in Ettenheim, Rust und Kappel-Grafenhausen.

Donnerstag, 19. März, 17.20 Uhr: Der Online-Meldestart für den 14. Seelbach-Schwarzwald-Sonnwendlauf, der am 1. April beginnen sollte, wird vorerst ausgesetzt. Das teilen die Veranstalter mit.

Donnerstag, 19. März, 16.15 Uhr: Das Landesgesundheitsamt hat heute 16 neue Covid-19-Fälle im Ortenaukreis bestätigt. Damit steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infizierten auf 76.

Donnerstag, 19. März, 15.42 Uhr: Das Unternehmen Herrenknecht aus Schwanau-Allmannsweier vermeldet, dass ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Mitarbeiter im Arbeitsbereich wurden nach Hause geschickt.

Donnerstag, 19. März, 14.25 Uhr: Ist das eine letzte Warnung? Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigt und steigt in Baden-Württemberg − fast das ganze Land kämpft gegen die Ausbreitung und deren Folgen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) appellierte noch einmal eindringlich an die Bürger, die Einschränkungen einzuhalten. Man wolle Ausgangssperren vermeiden. Aber wenn sich die Bürger nicht an die Regelungen hielten, werde es wohl dazu kommen, berichtet die Nachrichtenagentur DPA. "Es kann nicht sein, dass jetzt junge Leute zu Corona-Partys rennen", sagte er am Donnerstag im Landtag in Stuttgart. "Wenn nicht alle ihr Verhalten grundlegend umstellen, dann kommen wir um härtere Maßnahmen und Sanktionen nicht herum."

Donnerstag, 19. März, 13.12 Uhr: Für mehr als 2000 Beschäftigte des Europa-Park meldet die Geschäftsführung Kurzarbeit an. Davon Betroffene werde die Familie Mack mit einer freiwilligen Aufstockung unterstützen.

Donnerstag, 19. März, 12.50 Uhr: Zu den Berichten über sogenannte "Corona-Partys" am Mittwochabend in Südbaden erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Lahr/Emmendingen, Peter Weiß: "Wer nach der Ansprache der Bundeskanzlerin (siehe unten, Red.) immer noch der Ansicht ist, sich zu Partys treffen zu müssen, hat den Schuss wohl nicht gehört. Bei allem Verständnis für das Bedürfnis nach sozialen Kontakten, ist das ein absolut unverantwortliches Verhalten. Besonders traurig macht mich, dass ausgerechnet im Landkreis Emmendingen, der zu meinem Wahlkreis gehört, sehr viele solcher Partys durch die Polizei aufgelöst wurden. Ich appelliere nochmals an jeden Einzelnen, sich an die Regeln zu halten und zu Hause zu bleiben – auch wenn es angesichts des schönen Wetters schwer fällt."

Donnerstag, 19. März, 11.30 Uhr: Trotz Appellen und Aufrufen: Immer noch sind in Lahr und anderen Kommunen im Umland zahlreiche – auch ältere – Menschen unterwegs.

Wichtiger Hinweis: Wenn Sie nicht unbedingt müssen, verlassen Sie ihr Zuhause nicht. Das gilt, wie mehrfach von Politik und Experten betont wurde, in erster Linie für Risikogruppen (Vorerkrankte sowie Seniorinnen und Senioren), aber auch für alle anderen.

Das Robert-Koch-Institut hat bereits vor 2 Tagen die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland als hoch eingetuft.

Donnerstag, 19. März, 11.16 Uhr: Die Seelsorgeeinheit Schutterwald-Hohberg-Neuried wird einen Einkaufsdienst für ältere und gefährdete Menschen anbieten. Wer dies in Anspruch nehmen möchte, kann sich bei einem der Pfarrbüros melden.
Schutterwald: Tel.  0781/969280
Hofweier/Diersburg: Tel.  07808/2155
Neuried: Tel.  07808/955043
Niederschopfheim: Tel.  07808/2300

Donnerstag, 19. März, 10.54 Uhr: Das Restaurant Mühlenhof in Friesenheim-Oberweier geht angesichts der Corona-Krise und reduzierten Öffnungszeiten neue Wege. Wie das Gasthaus auf Facebook schreibt, wird von 11.30 bis 18 Uhr in "aufgelockerter Atmosphäre" (Abstand zwischen den Tischen) bewirtet. Außerdem bietet es einen Drive-in-Schalter für die Abholung von Speisen an. Dazu heißt es: "Bestellen Sie vor oder suchen sie sich Ihre Speisen vor Ort aus – wir sind schnell im Kochen."



Donnerstag, 19. März, 10.22 Uhr: Am Mittwoch hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit eindringlichen Worten an die Bevölkerung gewandt. Hier gibt es die Video-Ansprache zum Anschauen.



Donnerstag, 19. März, 9.48 Uhr: Die Bilder kennt man − bislang − nur aus Italien: Menschen stehen in einer Schlange vor dem Geschäft und warten darauf, bis jemand rauskommt, um selbst einkaufen zu können. In einem Baumarkt in Lahr-Mietersheim ist das seit Mittwoch auch die Praxis.

Vor dem Eingang bildet sich etwa am Mittwoch gegen 18.30 Uhr eine Schlange von fünf bis sechs Menschen. Einige Meter vor dem Eingang steht eine Mitarbeiterin des Markts, sie trägt Handschuhe. Sobald ein Kunde das Geschäft verlässt, darf der oder die Nächste hinein.

Die Wartenden zeigen größtenteils Verständnis, einige machen sich lustig darüber. Wiederum andere kehren um und fahren nach Hause. "Bitte halten Sie Abstand", sagt eine Frau in der Reihe zu einem Paar, das für ihren Geschmack zu nah aufgerückt ist.

Donnerstag, 19. März, 9.18 Uhr: Der Malteser Hilfsdienst bietet ab Freitag, 20. März, einen kostenlosen Einkaufs- und Besorgungsservice in Supermärkten und Apotheken in Offenburg an. Außerdem gehen die Helferinnen und Helfer auch mit Hunden Gassi.

So geht's: Wer älter als 65 Jahre ist und/oder wegen einer Vorerkrankung (Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen) zu einer Risikogruppe gehört, kann sich bei den Maltesern in Offenburg melden. Der Einkaufszettel wird telefonisch übermittelt.

Der Einkaufsdienst in Offenburg ist ab Freitag bis auf Widerruf von Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr unter Tel.  0781/93689922 erreichbar. Die Malteser bitten darum, sich rechtzeitig zu melden, weil sie einen Einkauf am selben Tag nicht garantieren können.

Sogenannte Hamsterkäufe werden nicht getätigt, ebenso können Marken und Supermärkte nicht selbst gewählt werden. Auf Allergien und Unverträglichkeiten wird Rücksicht genommen. Eine Begleitung des Kunden zum Einkauf ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Die Bezahlung wird über einen Bankeinzug geregelt oder sollte möglichst passgenau bereitgehalten werden.

Donnerstag, 19. März, 9.11 Uhr: Guten Morgen und willkommen auf unserem Newsblog zur Corona-Krise in der Ortenau. Wir starten gleich mit den ersten Berichten.

Mittwoch, 18. März, 23 Uhr: Die Aktion BZ-hilft nimmt Fahrt auf. Menschen, die Hilfe anbieten können, zusammenbringen mit jenen, die Hilfe benötigen: Dieses Ziel hat die neue Aktion.

Einige Angebote haben wir bereits erhalten: für den Raum Ettenheim und Umgebung, den Raum Lahr und Umgebung und auch in Offenburg. Alle Infos gibt es hier.

Sie haben auch ein Angebot oder eine Anregung? Dann melden Sie sich in der Redaktion:

Mittwoch, 18. März, 22 Uhr: In allen elf Ortsteilen der Stadt Offenburg sowie in der Südoststadt gibt es ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe. Aus der Fessenbacher Initiative kam nun der Aufruf vor allem an Jüngere, sich zu engagieren. Ein Überblick.

Mittwoch, 18. März, 17.25 Uhr: Die Mediathek Lahr ist seit Dienstag, 17. März, geschlossen. Von Freitag, 20. März, an ist ab 12 Uhr auch der Medienrückgabekasten am Eingang des Haus zum Pflug nicht mehr zu erreichen, heißt es in einer Pressemeldung. Medien können online über den Katalog in "Mein Bereich" eigenständig verlängert werden oder über die Mailadresse der Mediathek, mediathek@lahr.de. Während der Schließungszeit entstehen keine Mahn- und Versäumnisgebühren.

Mittwoch, 18. März, 17.10 Uhr: Lahrs Oberbürgermeister Ibert: "Jeder Einzelne ist gefordert"

Mittwoch, 18. März, 16.59 Uhr: Es gibt ein neues Formular für Berufspendler, die zur Arbeit über die Grenze müssen. Das teilt das Regierungspräsidium Freiburg mit. Die bisher ausgestellten Bescheinigungen behalten bis 31. März ihre Gültigkeit, heißt es aus dem RP. Dann gelten ausschließlich die bundeseinheitlichen Bescheinigungen. Das neue Formular gibt es hier zum Download.

Mittwoch, 18. März, 16.15 Uhr: Das Landesgesundheitsamt hat heute elf neue Covid-19-Fälle im Ortenaukreis betätigt. Damit steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infizierten auf 60. Zwei Infektionen stehen laut dem Landratsamt im Zusammenhang mit Reisen nach Tirol und Italien. In den anderen Fällen konnte die Infektionsketten nicht mehr ermitteltet werden.

Mittwoch, 18. März, 16.08 Uhr: Seit Mittwoch bleiben viele Geschäfte im Land geschlossen – auch in Lahr. Für zahlreiche Einzelhändler ist das eine große Herausforderung. Ein Lagebericht aus Lahr.

MIttwoch, 18. März, 14.21 Uhr: Das Bündnis Girls’ Day und Boys’ Day in der Ortenau informiert, dass das Kultusministerium Baden-Württemberg angesichts der aktuellen Situation alle Veranstaltungen und Angebote zu dem am Donnerstag, 26. März, geplanten Girls’ und Boys’ Day absagt. Der nächste Zukunftstag für Mädchen und Jungen ist am 22. April 2021.

Mittwoch, 18. März, 14.10 Uhr: Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) setzen Zwischenprüfung für das Frühjahr 2020 ersatzlos aus – eine Nachholpflicht für betroffene Prüflinge besteht nicht.

Mittwoch, 18. März, 13.24 Uhr: Bei der Arbeitsagentur in der Ortenau gibt es keinen Publikumsverkehr mehr. Arbeitnehmer können sich aber unter Tel.  0781/9393666 melden. Zudem steht die kostenfreien Rufnummer 0800/4555500 zur Verfügung.

Alle persönlichen Gesprächstermine entfallen ohne Sanktionen oder sonstige finanzielle Nachteile, wie die Arbeitsagentur betont.

Ausschließlich für Arbeitgeber – auch für Informationen zum Kurzarbeitergeld − gibt es Infos unter Tel.  0800/4555520.
Online Infos für Arbeitgeber zu Kurzarbeitergeld (Voraussetzungen, Verfahren): https://www.arbeitsagentur.de

Mittwoch, 18. März, 10.57 Uhr: Seit Dienstag gibt es in Durbach einen neuen Corona-Fall. Es handelt sich um Andreas König, Bürgermeister der Gemeinde. Er hat mit einer Mitteilung an die Medien seine Infektion öffentlich gemacht, damit hierüber nicht spekuliert wird. Ihm gehe es, heißt es in der Mitteilung, den Umständen entsprechend gut. Er schreibt unter anderem: " Ich werde es überleben und 2. Die ganzen Tipps im Netz, wie man Corona erkennt, sind für die Katz’. Es gibt Krankheitsverläufe, da läuft es eben anders."

Mittwoch, 18. März, 9.47 Uhr: Wie setzen die Städte und Gemeinden die neue Verordnung des Landes zu Schließungen von Geschäften, Spielplätzen, Sportpläzten, Bars und so weiter um? Das beschäftigt derzeit die Verwaltungen im Ortenaukreis, wie in einem erste Gespräch mit Lahrs Pressesprecherin Ulrike Karl zu hören ist. Im Lauf des Tages soll es weitere Informationen geben.

Klar ist: Die Menschen sollten, so weit wie möglich, zu Hause bleiben. Nur für unbedingt notwendige Erledigungen sollte man rausgehen. Bitte halten Sie sich an die Vorgaben und Appelle, die unter anderem Bürgermeister aus dem Kreis und Landrat Frank Scherer an die Bürger richteten!

Mittwoch, 18. März, 9.26 Uhr: Der Schwarzwaldverein Seelbach sagt sämtliche geplanten Wanderungen aller Gruppen ab.

Mittwoch, 18. März, 9.10 Uhr: Hier steht, welche Geschäfte öffnen dürfen und welche geschlossen bleiben müssen. Das gilt ab heute in ganz Baden-Württemberg.



Mittwoch, 18. März, 9 Uhr: Guten Morgen. Willkommen zurück auf unserem Newsblog. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden zur Corona-Situation.