Ernährung

Nicht bei allen Käsesorten ist die Rinde zum Verzehr geeignet

dpa

Von dpa

So, 18. Oktober 2020 um 14:09 Uhr

Gastronomie

Der Sonntag Einfach mal die Rinde vom Käse mitessen? Egal ob aus Bequemlichkeit, oder um nichts vom edlen Käse zu verschenken – es ist nicht immer eine gute Idee.

Ob aus Bequemlichkeit, weil man die Rinde nicht extra abschneiden will, oder weil man nichts von edlen, oft teuren Käsestückchen verschenken mag: Es kommt immer wieder vor, dass Käsefreunde jeden Rand mitessen. Das ist jedoch keine gute Idee. Die Verbraucherzentrale Bayern sagt, bei welchem Käse das möglich ist und bei welchem nicht.

Bei natürlich gereiftem Käse wie Parmesan entsteht die Rinde während der Reifung. Sie ist damit auf jeden Fall essbar und keinesfalls schädlich.

Dies gilt auch für Camembert oder Blauschimmelkäse, weil die Oberfläche ist bei diesen Sorten mit einem speziellen Kulturschimmel überzogen ist. Bei Rotschmierkäse wie Romadur sorgen spezielle Bakterienkulturen für das charakteristische Aroma. Auch diese Rinde kann deshalb mitgegessen werden. Allerdings gilt auch: "Immungeschwächte Personen und Schwangere sollten vorsichtshalber keine Käserinde essen. Auf der Oberfläche können sich auch unerwünschte Bakterien und Schimmelarten ansiedeln", erklärt Verbraucherschützerin und Ernährungsexpertin Silke Noll. Generell nicht essbar sind hingegen Käseüberzüge aus Paraffinen, Wachs oder aus Kunststoff. Ein entsprechender Hinweis darauf sei jedoch vorgeschrieben. Finden Käsefreunde im Aufdruck die Angabe "E235", sollten sie sogar sehr großzügig die Rinde entfernen. Denn dann sei diese mit dem Konservierungsstoff Natamycin behandelt.