Häppchen

Fünf Fakten zu Berlinern (Pfannkuchen)

Michael Neubauer

Von Michael Neubauer

Sa, 09. Januar 2021 um 17:15 Uhr

Gastronomie

In einer Berliner Bäckerei soll man keinen Berliner verlangen. Dort heißt er Pfannkuchen. Aber wie sagen Bayern, Hessen und Aachener dazu? Und wer hat das süße Siedegebäck eigentlich erfunden?

» Was für ein Namenswirrwarr um dieses Gebäck: In einer Berliner Bäckerei sollte man keinen Berliner verlangen, dort heißt er Pfannkuchen. Die Bayern sagen Krapfen, die Hessen Kreppel, die Aachener Puffel.

Die Top-Verzehrzeiten dieses Siedegebäcks aus süßem Hefeteig sind der Jahreswechsel und die Fastnacht. An Karneval soll es mancherorts Sitte sein, ein paar Exemplare statt mit Konfitüre mit Senf, Zwiebeln oder Sägespäne zu füllen. Gaudihalber.

» Unklar ist, wer ihn erfunden hat. Hofratsköchin Cäcilie Krapf? Ein verhinderter Kanonier aus Berlin, der dem Gebäck die Kanonenkugelform verpasste? Erwähnt wird es aber bereits 1847 in Henriette Davidis Kochbuch.

Nur mit (Puder-) Zucker? Von wegen. Heute kommen Krapfen im blauen Krümelmonster- oder im Smarties-Look daher. Innendrin? Österreich pocht auf Marillenmarmelade, die Franken lieben Hagebutte, andere Pflaumenmus. Aber Nougat- oder Eierlikörfüllung – muss die sein?

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