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04. Januar 2014

Firmen sind zuversichtlich

Nach einem erfolgreichen Jahr 2013 erwarten Bernauer Betriebe auch viele Aufträge im neuen Jahr.

  1. Auch auf Baustellen hatten Bernauer Unternehmen im vergangenen Jahr viel zu tun. Foto: Jens Wolf/ DPA

BERNAU. Arbeitsreich war das vergangene Jahr für die Bernauer Unternehmen. Zuversichtlich gehen sie auch in das neue Jahr. Um aber weiterhin erfolgreich wirtschaften zu können, müsse man in einem meist schwierigen Umfeld oft auch weitere Anfahrtswege in Kauf nehmen.

Von einem arbeitsreichen und erfolgreichen Jahr berichtete Berthold Schmidt, Geschäftsführer der Bauunternehmung Schmidt Hoch- und Tiefbau. Auf 2013 blickte er bei der betrieblichen Weihnachtsfeier im "Rössle" zurück, an dessen großem Erweiterungsbau das Unternehmen beteiligt war. Konstant sei man während des ganzen Jahres weit verstreut tätig gewesen, sagte er. Reparaturarbeiten seien ebenso ausgeführt worden wie größere Rohrleitungsbauten.

Der Frost habe den Start ins Jahr verzögert, der Auftragsbestand in tiefer liegenden Gegenden habe den Jahresbeginn etwas erleichtert. Fertig gestellt hat das Unternehmen beispielsweise Brücken in Efringen-Kirchen, eine Schule in Lörrach und eine Wasserleitung in Bad Säckingen.

Die gute Lage der Wirtschaft werde zwar allgemein gepriesen, man müsse aber um jeden Auftrag kämpfen. Anders könne der Betrieb in der strukturschwachen Region nicht überleben. Optimistisch blickt er dennoch ins neue Jahr: Man höre von einer guten Auslastung im Baugewerbe. Wenn auch die Auftragsüberhänge nicht so üppig wie in den Vorjahren seien, reichten sie doch, um das erste Quartal abzudecken.

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Der Trend des Vorjahres mit sinkenden Umsätzen habe sich in der deutschen Möbelindustrie auch 2013 fortgesetzt, sagten die Geschäftsführer der Fritz Baur Holzerzeugnisse GmbH, Fritz und Georg Baur, vor ihren Mitarbeitern. Die Branche werde mit einem Minus von ungefähr vier Prozent abschließen. Sie stellten fest, dass die saisonalen Schwankungen früherer Jahre heute nicht mehr auftreten. Der zunehmende Onlinehandel stelle gerade die Kunden aus der Möbelindustrie vor eine neue Herausforderung.

Positiv entwickelt habe sich aber das über den Fachhandel vertriebene Möbelprogramm Increva. Hier sehen Fritz und Georg Baur weiterhin gute Entwicklungschancen. Die Firma beschäftigt derzeit 34 Mitarbeiter, teilweise werden auch Aushilfskräfte beschäftigt.

Im Baugewerbe muss man um jeden Auftrag kämpfen

Dankend sprachen sich die beiden Geschäftsführer, Fritz und Georg Baur, für die Flexibilität der Mitarbeiter aus. Nur so könne der notwendige Wettbewerbsvorteil erhalten werden.

Von einem sehr positiven Jahr mit viel Arbeit, in dem alles gut gelaufen sei, berichtete Pirmin Spiegelhalter, Chef der Spiegelhalter Holzleisten GmbH. 2013 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent. Mit den 18 Mitarbeitern, die bei Bedarf von Aushilfskräften unterstützt werden, sei ein Pro-Kopf-Umsatz von bis zu 200 000 Euro gelungen. Der Umsatz solle aber nicht weiter gesteigert, sondern auf dem Niveau gehalten werden. 59 Prozent des Umsatzes erwirtschafte das Unternehmen in der Schweiz, 16 Prozent wurden mit der Ummantelung erzielt.

Weite Anfahrtswege werden immer häufiger

Das Unternehmen Spiegelhalter Holzleisten hat in neue Maschinen investiert und auch 2014 sollen beispielsweise eine neue Verpackungsmaschine und ein Anbau folgen. Im Betriebsablauf solle außerdem einiges umorganisiert werden.

Viel Arbeit habe es im erfolgreich zu Ende gegangenen Jahr gegeben, sagte der Inhaber des Unternehmens SWL-Bau- und Betriebsgesellschaft für Holzheizungen mit Wärmeverbund mbH, Berthold Schmidt. Der größte Einzelauftrag sei die Erweiterung des Hotels "Rössle" gewesen (Sanitär- und Heizungsarbeiten). Mit der Anlage des Heizwerkes Bernau-Innerlehen wurden im Bestand 30 Heizkessel ersetzt, sagte er. Tätig war das Unternehmen beispielsweise auch in Freiburg, wo es für das Studentenwerk zum Beispiel ein Blockheizkraftwerk gebaut hat, das Strom für ein Studentenwohnheim liefert. Auch die Wärmeversorgung eines Neubaugebietes in Frickingen bei Überlingen hatte das Unternehmen aufgebaut.

Zuversichtlich schaut auch er in die Zukunft: Er sei überzeugt, dass der Betrieb in den kommenden Jahren ausreichend viele Aufträge bekommen werde.

Autor: Ulrike Spiegelhalter