Spielplatz für Skifahrer

Am Feldberg entsteht ein neuer Schneepark

Sebastian Barthmes

Von Sebastian Barthmes

Mi, 29. September 2010 um 18:20 Uhr

Feldberg

Er soll eine Attraktion werden: Snowpark nennen die Verantwortlichen das am Seebuck geplante Angebot. In dem abgesperrten Areal wird es Boxen, Pyramiden, Roller, Rails, Kicker, Jips, Hips, Spine – so werden die verschiedenen Stationen genannt – geben.

Profis sollen den Park gestalten und gleichzeitig vermarkten, beschloss der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstagabend im einstimmig.

Bislang gab es schon einen Schneepark, der von den Mitarbeitern der Feldbergbahn selber präpariert worden war. Die Standorte am Seebuck wechselten, das Angebot sei in Internetforen kritisch beurteilt worden, hieß es. Die neue Anlage erhält deshalb einen festen Standort. Sie soll auf dem Streifen zwischen Sechser- und Zweier-Sesselbahn entstehen, erklärte Bürgermeister Stefan Wirbser.

In den Schneepark einsteigen kann man jeweils bei den beiden Bergstationen. Der obere Abschnitt zwischen den beiden Bergstationen soll der einfachste und wie 80 Prozent der übrigen Bereiche familientauglich sein, sagte Volker Haselbacher. Scheint eine Station einem Skifahrer zu schwierig, könne sie wie jede andere umfahren werden. Die übrigen Stationen sollen auf die Könner abgestimmt sein, die man als Multiplikatoren brauche. Auch ein Ruhebereich soll ausgewiesen werden.

Einmalig werden 30 000 Euro für den Kauf von Metallelementen fällig, erläuterte Wirbser, dazu kommen saisonale Kosten in Höhe von bis zu 60 000 Euro für das Präparieren und das Marketing. Die Liftverbundpartner hätten 20 000 Euro aus dem eigenen Marketingtopf zugesagt. Die Gemeinde Feldberg werde also etwa 15 000 Euro mehr aufbringen müssen, als für den bisherigen Schneepark.

Das beauftragte Unternehmen Young Mountain Marketing aus Graz werde mit Videos und Fotos im Internet, unter anderem bei Facebook und Twitter, für den Park am Seebuck werben. Sponsoren sollen gewonnen und spezielle Veranstaltungen angeboten werden. Die Sponsoren reduzieren aber nicht den Beitrag der Gemeinde, das Geld werde ausschließlich in das Marketing und die Veranstaltungen fließen. Feldberg möchte sich aber das Recht vorbehalten, selbst auch Sponsoren für die neue Attraktion zu werben.

Ob der ohnehin überfülle Seebuck nicht noch enger werde, wollte Gemeinderat Hubertus Knoblauch wissen. Schließlich würde man einen Teil der Piste abtrennen. Es werde zu keiner Verschärfung der Situation kommen, sagte Haselbacher. Ziel sei es, dass die Ski- und Snowboardfahrer auch längere Zeit in dem Park verweilen. Außerdem werde der neue Park durch seine Länge auch einen Anreiz schaffen Liftkarten zu kaufen. Der bisherige Schneepark sei jeweils gut zu Fuß erreichbar gewesen – viele Nutzer hätten keine Karte gekauft.

Solche Parks – der auf dem Seebuck soll nach Angaben von Haselbacher der größte seiner Art in Deutschland sein – gehören heute zum Standard eines modernen Skigebietes, sagte er. Er helfe mit, die Attraktivität des Skigebietes zu erhalten.