Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

18. November 2016

Kein Windrad auf dem Blauen

Suche nach Flächen geht weiter.

BAD BELLINGEN (dop). Windräder sind auf dem Blauen an keinem Standort mit dem Landschaftsschutz verträglich. Zu diesem Ergebnis kommt eine am 3. Juli fertiggestellte Studie des Freiburger Planungsbüros "faktorgrün", die die Gemeinderäte Bad Bellingens und Schliengens in Auftrag gegeben hatten. Im Gemeinsamen Ausschuss der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Schliengen/Bad Bellingen wurde das Ergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen.

Zudem hatten die beiden Gemeinderäte der Verwaltungsgemeinschaft im Sommer in getrennten Sitzungen eine Kooperation mit der Verwaltungsgemeinschaft Kandern/Malsburg-Marzell empfohlen, was der Gemeinsame Ausschuss jetzt offiziell bekräftigte: Um der gesetzlichen Forderung nach Ausbau der Windkraft nachzukommen, wollen beide Verwaltungsgemeinschaften, auf deren Gemarkungen große Teile des Blauenmassivs liegen, gemeinsam nach geeigneten Flächen suchen.

Der Gemeinsame Ausschuss stimmte der zweiten Teilfortschreibung des Regionalplans Hochrhein-Bodensee zu. In diesem sind die Vorranggebiete für Windenergieanlagen ausgewiesen. Die eigenen Gemarkungen sind kaum betroffen. Der nächste im Plan eingetragene Bereich betrifft die Höhenrücken südöstlich von Kandern. Weitere Vorranggebiete im Regionalplan sind um Zeller Blauen, Rohrenkopf und Glaserkopf eingetragen. Zwei weitere Flächen befinden sich am Bodensee. Bad Bellingens Bürgermeister Christoph Hoffmann sagte, eine solche Vorrangfläche ziehe nicht automatisch den Bau von Windrädern nach sich. Auch hier müssten vorgeschriebene Genehmigungsverfahren durchlaufen werden. Dazu zählen auch artenschutzrechtliche Untersuchungen.

Werbung

Autor: dop