Kretschmann bei Sozialstation

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 24. Februar 2016

Bad Krozingen

Diskussion zum Thema Pflege.

STAUFEN (BZ). Vor seinem Besuch in der Staufener Belchenhalle führte Ministerpräsident Winfried Kretschmann vergangene Woche ein Gespräch mit Waltraud Kannen, Geschäftsführerin der Sozialstation Südlicher Breisgau, und Grünen-Landtagsabgeordneter Bärbl Mielich im Staufener Martinsheim. Es ging um die Situation der häuslichen Pflege.

Waltraud Kannen stellte fest, dass die familienbasierte Pflege seitens der Landesregierung die gleichen Anstrengungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflegetätigkeit benötige, wie der Bereich von Beruf und Kindererziehung. "Um sich künftig als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, brauchen Betriebe intelligente Konzepte zur Vereinbarkeit. Es ist eine Win-win-Strategie und tut dem Wirtschaftsstandort gut", erläuterte sie dazu. Wichtig sei vor allem, den Blick auf soziale Nachbarschaftsnetze für Menschen mit Pflegebedarf zu richten.

Im Rahmen der Kampagne der Kirchlichen Sozialstationen von Caritas und Diakonie für die faire Finanzierung, forderte Kannen den Ministerpräsidenten auf, von Baden-Württemberg aus eine Bundesratsinitiative zu starten. Inhalt soll die Forderung nach einer vollen Refinanzierung der tariflichen Bezahlung durch die Krankenkassen sein. "Wir können nur mit fairen refinanzierten Gehältern als Zeichen der Wertschätzung die Attraktivität des Pflegeberufes erhalten und die benötigten Menschen für den tollen Beruf begeistern", so Kannen.

Im Anschluss an das Gespräch besuchte Winfried Kretschmann die von der Sozialstation im Staufener Martinsheim angebotene Betreuungsgruppe für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Dann ging es weiter in die Belchenhalle.