Alle Vorstellungen schon ausverkauft

Roswitha Frey

Von Roswitha Frey

Mo, 17. März 2014

Bad Säckingen

Schon vor der Premiere ist "Männerlos", das neue Stück der Festspielgemeinde, ein Renner / Zusatzvorstellung am 12. April.

BAD SÄCKINGEN. "Absolut zufrieden" zeigt sich Autorin und Regisseurin Hilde Butz mit den Proben zu ihrer Komödie "Männerlos", die am nächsten Freitag Premiere hat. Dass Butz mit ihrem neuen Stück für die Festspielgemeinde Bad Säckingen einen Publikumsrenner gelandet hat, zeigt der Ansturm auf die Karten im Vorverkauf. Die acht Vorstellungen sind bereits ausverkauft, weshalb das Ensemble eine Zusatzvorstellung am 12. April anberaumt hat, für die es noch Karten gibt.

Es macht den Darstellern sichtlich Spaß, sich in die Frauen- und Männerfiguren hineinzuversetzen, die sich Butz in ihrer Satire ausgedacht hat. Im ersten Teil wird in Rückblenden erklärt, wie die Männer zum "Auslaufmodell" der Evolution geworden und verschwunden sind. Der zweite Akt spielt in der Zukunft, im Jahr 2222, in einer männerlosen Welt, in der es aber einen "Nationalpark" für Männer und ein paar "freilaufende" Exemplare der Spezies Mann gibt.

"Alle Mitspieler übernehmen mehrere Rollen", sagt Butz, "sie müssen ständig in andere Rollen schlüpfen, das geht ganz zackig" – eine Herausforderung für die Akteure, die sich in Blitzschnelle umziehen und die Kostüme wechseln müssen. Auch in den Zeitebenen springt Butz’ Farce wild hin und her – von der Steinzeit bis zur Gegenwart und in die futuristische Welt, in der die Frauen das Sagen haben, Roboter rund um die Uhr zu Diensten sind, Männer verboten und deshalb begehrte Luxusobjekte sind. Es bringt manche Turbulenzen, wenn sich eine der Frauen nicht an die Regeln hält.

"Das Stück ist klasse, eine richtige komödiantische Satire", meint Renate Kraus, die eine Frau spielt, die heimlich gegen das männerlose Dasein rebelliert. Kraus genießt es, mal wieder als Schauspielerin auf der Bühne zu stehen, nachdem sie sonst als Stammregisseurin auf dem Regiestuhl saß.

Die jungen Mitspielerinnen

bringen frischen Wind.

Hilde Butz, Autorin und Regisseurin
Neben Kraus spielen weitere bewährte Ensemblemitglieder wie Rita Schnabel und Brigitte Weissbrodt, die unter anderem die "Steinzeit-Ursula" gibt. In verschiedenen Männerrollen und als Roboter sind Dennis Affeldt, Helmut Kaltenbach, Walter Schnabel, Detlef Bengs und Werner Butz zu sehen.

Mit Emily Bengs, die zum dritten Mal mitspielt, und der 15-jährigen Valeria Perrupato, die ihr Debüt bei der Festspielgemeinde feiert, sind zwei jugendliche Talente dabei. "Es macht mich glücklich, dass wir zwei junge Mitspielerinnen dabei haben, das bringt frischen Wind", sagt Hilde Butz, die selbst in einer kleinen Rolle als Moderatorin in ihrem witzigen Stück mitmischt.

Groß ist die Freude, dass Hauptdarsteller Dennis Affeldt, der seit vielen Jahren mit Unterbrechungen mitspielt und nun in der Region eine Lehrerstelle angetreten hat, wieder mit an Bord sein kann. Doch ohne die Helfer hinter den Kulissen wäre so eine Theaterproduktion nicht zu stemmen: Günter Kraus kümmert sich um Tontechnik und Beleuchtung und hat mit Hermann Stöger das futuristische Bühnenbild aufgebaut, Monika Kruse ist die Souffleuse. Die Zuschauer dürfen sich überraschen lassen, wie die futuristische Frauenwelt mit Robotern in Männergestalt aussieht.

Die Premiere ist am Freitag, 21. März, um 19.30 Uhr im Festspielgemeinde-Haus Hildastraße2/Ecke Basler Straße. Weitere Vorstellungen sind am 22., 28., 29. und 30. März sowie am 4., 5. und 6. April, jeweils 19.30 Uhr. Karten gibt es nur noch für die Zusatzvorstellung am Samstag, 12. April, um 19.30 Uhr, unter Telefon 07761/58376
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