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29. Oktober 2014

Ein Requiem steht im Mittelpunkt

Der Kammerchor Bad Säckingen gibt am zweiten Samstag im November ein romantisches Konzert im Fridolinsmünster.

  1. Seit Mai probt der Kammerchor Bad Säckingen (unser Bild zeigt eine Aufführung im Gloria-Theater) für die Aufführung romantischer Stücke. Foto: Archivfoto: Michael Gottstein

BAD SÄCKINGEN. Auf den Barock folgt die Romantik: Nachdem der Kammerchor Bad Säckingen im April Reinhard Keisers relativ wenig bekannte Markuspassion in der Heilig-Kreuz-Kirche aufgeführt hatte, wird er sich bei seinem Konzert am Samstag, 8. November, im St.-Fridolins-Münster, kleineren Werken von Franz Schubert und Felix Mendelssohn-Bartholdy widmen. Im Mittelpunkt steht Gabriel Faurés Requiem.

Wie schon des Öfteren wird der Kammerchor auch dieses Mal von Schülern des Georg-Büchner-Gymnasiums Rheinfelden unterstützt, an dem der Chorleiter Wolfgang Haller Mathematik und Musik unterrichtet. Mit von der Partie sind ein kleines Orchester, die Solisten Rebekka Breisacher (Sopran) und Matthias Ratzel (Bass) sowie der Organist Stephan Kreutz. Unterstützung erhält der Chor von einigen Gastsängern. "Neue Mitglieder sind uns immer willkommen", meinte die Vorsitzende Fatima Zobeidi-Weber.

Mendelssohns Oratorium "Elias" widmet sich einem der bekanntesten Propheten des Alten Testaments und wirkt herber als das frühere "Paulus-Oratorium". Zu hören ist der schlichte, choralartige Chorsatz "Wer bis ans Ende beharrt, der wird selig". Ebenfalls von Mendelssohn stammen die Choralkantate "Verleih uns Frieden gnädiglich" sowie das Präludium G-Dur als Beispiel der relativ raren Orgelwerke der früheren Romantik. Von Schubert führen die Musiker die Vertonung des Psalms 23 "Gott ist mein Hirte" auf.

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Hauptwerk des Abends ist das Requiem des französischen Komponisten Gabriel Fauré (1845-1924), der bei seinem Studium an der Ecole Niedermeyer in Paris die barocken, polyphonen Chorwerke kennen und schätzen lernte. Das Requiem entstand zwischen 1885 und 1887 zur Begleitung für Trauergottesdienste und wurde später um das Offertorium und das "Libera me". Fauré verzichtete auf das "Lacrimosa" und den Dies-irae-Satz ("Der Tag des Zorns"), den etwa Mozart und Verdi mit erschütternder Dramatik und Klanggewalt ausgemalt hatten. Nicht das Strafgericht, sondern die Vorstellung der ewigen Ruhe wollte der Komponist schildern, und dazu verwendete er schlichte und eingängige Weisen, was nicht unbedingt heißt, dass diese Aufgabe für den seit Mai probenden Chor einfach ist, denn hier kommt es auf vokale Kontrolle und subtile Gestaltung an, damit die Musik mühelos fließt.

Bei der Probe am Mittwoch, 22. Oktober, bekamen die Sänger höchst willkommenen Besuch von Vertretern der Sparkasse und der Sparkassen-Kulturstiftung, denn Martin Volz, Wolf Morlock und Bürgermeister Alexander Guhl als Vorsitzender des Kuratoriums überbrachten eine Spende von 500 Euro. "Vielen Dank, wir können das Geld gut gebrauchen", meinte die Vorsitzende, die 2013 sogar 1000 Euro entgegengenommen hatte.

Das Konzert beginnt am Samstag, 8. November, um 19.30 Uhr im Münster. Vorverkauf unter http://www.reservix.de bei der BZ und dem Münsterpfarramt. Die Karte kostet 20 Euro, Schüler und Studenten bekommen 50 Prozent Ermäßigung, Kinder bis 13 Jahre sind frei. Internet: http://www.kammerchor-bs.de

Autor: Michael Gottstein