Funkmast nicht nötig?

Axel Kremp

Von Axel Kremp

Do, 12. Juli 2018

Bad Säckingen

Bürgermeister deutet Internet-Lösung für Harpolingen an.

BAD SÄCKINGEN-HARPOLINGEN (akr). Der geplante Funkmast auf dem Dach des Rathauses in Harpolingen hat im Dorf hohe Wellen geschlagen. Gut möglich, dass die Aufregung umsonst war. Bürgermeister Alexander Guhl jedenfalls deutete in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats an, dass möglicherweise auf den Bau des Mastes verzichtet werden kann. Wenn es so kommt, dann können die Bürger in Harpolingen noch in diesem Jahr mit schnellem Internet rechnen.

Ganz offensichtlich, so lässt sich aus den Äußerungen des Bürgermeisters in der Sitzung schließen, ist ein Netzbetreiber gefunden worden, der ein Breitbandkabel verlegen will. Sobald man Einigung erzielt habe, so sagte Guhl, werde er zu einer Informationsveranstaltung nach Harpolingen einladen. Die schlechte Versorgung mit Internet und Telefon in Teilen Harpolingens hatte jüngst überregional für Medienresonanz gesorgt, weil Bürger zur Selbsthilfe griffen und die Leerrohre für die erforderlichen Kabel in Eigenregie verlegten.

In der Gemeinderatssitzung hatte der frühere Ortsvorsteher Josef Geng das Thema aufgegriffen. Geng wollte vom Bürgermeister wissen, wann er Antwort auf seinen offenen Brief ("Strahlung ausgesetzt"; BZ vom 30. Juni) bekomme.

Guhl machte deutlich, dass die Vermietung des Daches in Harpolingen nicht in den Zuständigkeitsbereich des Gemeinderats falle und er nicht die Absicht habe, Entscheidungen des Ortschaftsrats zu kassieren. Wie ausführlich berichtet, hatte sich der Ortschaftsrat von Harpolingen Ende Juni bei drei zu zwei Stimmen und Enthaltung von Ortsvorsteher Franz Martin Sauer für die Vermietung des Rathausdaches zum Aufbau des Funkmasts ausgesprochen. Dagegen gab es Proteste.