Liebe zu Italien geht durch den Magen

Klaus Schneidewind

Von Klaus Schneidewind

Mi, 10. Mai 2017

Bad Säckingen

Mitglieder des Freundeskreises Santeramo kochten und verspeisten gemeinsam italienische Gerichte.

BAD SÄCKINGEN. "Kochen mit Dorothea" – als diese Ankündigung erstmals im Jahresprogramm des deutsch-italienischen Freundeskreises Santeramo in Bad Säckingen auftauchte, ahnte niemand, dass diese Veranstaltung zu einem Dauerbrenner der ohnehin vielfältigen Aktivitäten des Vereins werden sollte. Vor gut zwei Jahrzehnten war’s losgegangen mit Dorothea Mohelsky.

Und als sich vor wenigen Tagen wie jedes Jahr wieder einmal eine große Schar von Freunden des guten Geschmacks in der Schulküche der Hans-Thoma-Schule traf, stand sie wieder ganz vorne am Herd: Dorothea Mohelsky, die langjährige Hauswirtschaftslehrerin dieser Schule. Zwar hat sie mittlerweile den 80. Geburtstag schon ein bisschen hinter sich gelassen, doch die Freude an dieser Zusammenkunft von Fans der guten italienischen Küche ist geblieben. "Es macht mir immer noch sehr viel Spaß", gesteht sie. Und das nach zweieinhalb Jahrzehnten. Ans Aufhören denkt Dorothea Mohelsky deshalb noch lange nicht. "Wenn es die Gesundheit zulässt", will sie möglichst viele kochfreudige Mitglieder des Freundeskreises auch künftig um sich scharen. Und was hatten die italophilen Kochenthusiasten diesmal am Herd zu zelebrieren? Neben einem Rinderbraten etwa Hähnchenröllchen in Bacconumhüllung und Lammhackspieße mit Zwiebeln, dazu Grünen Ofenspargel mit Parmesan und Zitronendip, Bärlauchgnocchi mit Nussbutter (nach dem Motto : "So haben sie Gnocchi noch nie erlebt"). Oder Frühlingszwiebeln und gratinierte Zucchini. Zum Schluss als süße Versuchung die Torta del re und Crostata mit Zitronencreme.

Wie immer war es auch diesmal ein Fest für den Gaumen. Wohl vor allem auch deshalb, weil Dorothea Mohelsky nichts dem Zufall überlassen will. Sie kocht alles irgendwann vor, was die Freundeskreisler dann eines Tages nachkochen. Denn: "Die Bilder der Kochrezepte sind toll", weiß Dorothea Mohelsky. Aber ob das dann auch alles so gut schmeckt wie es die Fotos zu suggerieren versuchen, wisse man schließlich nie, weiß sie.

An der festlich gedeckten Tafel schnalzten nach getaner Arbeit allesamt mit der Zunge. Dies an einem völlig abgeräumten frühlingshaft geschmückten Tisch, für den wie immer Stefan Djedovic verantwortlich zeichnete.