Reise dorthin, wo es schön und billig ist

Klaus Schneidewind

Von Klaus Schneidewind

Sa, 24. September 2016

Bad Säckingen

Walter Wolf führte den Freundeskreis Santeramo an den Gardasee abseits des großen Rummels.

BAD SÄCKINGEN. Seit elf Jahren organisiert Walter Wolf die mehrtägigen Italien-Exkursionen des deutsch-italienischen Freundeskreises Santeramo in das Land der Sonne. Stets war der bis zur Jahresfrist als Vorsitzender des Bad Säckinger Vereins fungierende Organisator darauf bedacht, einen Flecken zu finden, der etwas abseits der Touristenströme liegt.

Aber nach so langer Zeit wird es eng, solche Regionen zu finden. Also diesmal eine Region, die dafür bekannt ist, überlaufen zu werden von Touristen aus aller Herren Länder: der Gardasee. Doch niemand in der großen Schar der Teilnehmer, die sich jüngst in diese phantastische Landschaft aufmachte, war enttäuscht. Ganz im Gegenteil. Denn, wenn man so will, hatten die Gäste es mit einem Kontrastprogramm zu tun. Denn ihr Standquartier lag abseits des großen Rummels, in San Zeno, einem kleinen Ort hoch oben in den Bergen, oberhalb von Garda, mit einem atemberaubenden Blick auf den See. Von dort erkundeten die Besucher aus der Trompeterstadt reizvolle Orte der Region, die jedem geläufig waren, selbst wenn sie noch nie dort waren: Sirmione etwa, Rovereto, ein ruhiger Ort mit viel Charme, und Malcesine am Fuß des Monte Baldo. Von dort ging es mit dem Schiff nach Limone, ein malerisches Städtchen im Schutze hoher Felswände. Oder Gardona Riviera, wo der Botanische Garten von André Heller einen überwältigenden Eindruck hinterließ. Aber auch ein Abstecher nach Verona, der überlaufenen Romeo-und-Julia–Metropole, durfte nicht fehlen. Ebenso nicht eine Weinprobe bei Familie Brunelli, einem der bedeutendsten Weingüter der Region.

Beeindruckt waren die Besucher vom Hochrhein nicht nur vom südländischen Charme der Orte dieser reizvollen Landschaft, sondern auch von den Preisen im Hotel (ein Euro für einen Espresso, 2.50 Euro für ein Glas Wein), in Restaurants und Bistros. Selbst an den drangvollen Touristenboulevards waren Speisen und Getränke meist erheblich günstiger als entlang des Hochrheins. Und speziell in der Trompeterstadt.

Bernhard Grieser, der neue Vorsitzende des Freundeskreises, dankte seinem Vorgänger Walter Wolf für die aufwändige Organisation dieser Fahrt, die wieder einmal ausgezeichnet klappte.