Zwei Altenheime rücken zusammen

Axel Kremp

Von Axel Kremp

Sa, 21. Oktober 2017

Bad Säckingen

Hartmut Fricke, der Leiter des Altenheims St. Marienhaus, wird Geschäftsführer im Seniorenzentrum St. Franziskus.

BAD SÄCKINGEN. Das Seniorenzentrum St. Franziskus an der Basler Straße und das Alten- und Altenpflegeheim Marienhaus an der Waldshuter Straße rücken enger zusammen. Das haben Christoph Dürdoth, der Vorstand des St. Josefshauses Herten, und Dekan Peter Berg als Vorsitzender des St. Vincentiusvereins, jetzt bekanntgegeben. Hartmut Fricke, bislang Heimleiter im Marienhaus, wird zum 1. Januar als Geschäftsführer ins Franziskusheim wechseln und von dort auch das Marienhaus weiter leiten.

Wie Dürdoth und Berg sagten, sollen die beiden großen katholischen Seniorenzentren in Bad Säckingen Synergien nutzen und sich konzeptionell abstimmen. An eine Fusion sei nicht gedacht. "Wir reden von Vernetzung, nicht von Verschmelzung", sagt Dürdoth. Das von ihm geführte St. Josefshaus in Herten ist Mehrheitsgesellschafter in St. Franziskus. Minderheitsgesellschafter ist die katholische Kirchengemeinde Bad Säckingen. Deren Chef, Dekan Peter Berg, ist auch Vorsitzender des Vincentiusvereins, dem das Marienhaus gehört.

Dass sich der Vincentiusverein aus seinen operativen Geschäftsfeldern zurückziehen will und nach Partnern fürs Marienhaus und seine Kindergärten sucht, ist schon länger bekannt. Ebenso bekannt war, dass das Josefshaus in Herten für den Vincentiusverein erste Wahl war.

Weniger bekannt aber war, dass auch das St. Josefshaus seit längerem auf der Suche nach einem Partner ist und sich fürs Marienhaus interessierte.

Handlungsbedarf besteht für beide Seiten. Das Josefshaus bemüht sich um einen Versorgungsauftrag für Menschen mit Behinderung im Westen des Kreises Waldshut und hat dabei als eine Option das Marienhaus im Auge. Dort besteht dringender Sanierungsbedarf, weil von 2019 an die baulichen Vorschriften der Landesheimbauverordnung nicht mehr erfüllt sein werden.

Die Ausarbeitung eines Konzepts und die Frage, ob das Marienhaus saniert oder abgerissen und neu aufgebaut werden wird, werden den neuen Geschäftsführer des Franziskusheims in den ersten Monaten fordern. Karl-Heinz Huber, der bisher quasi nebenher die Geschäfte des Franziskusheims führte, wird sich fortan ganz auf seine Arbeiten in Herten konzentrieren. Neuer Geschäftsführer in St. Franziskus wird Hartmut Fricke, der bisherige Heimleiter im Marienhaus. Diese Arbeit wird er von Januar an von neuer Wirkungsstätte aus weiter ausführen. Beide Häuser sind voll belegt und verfügen über eine Warteliste. Wie Fricke sagte, gehe es jetzt auch darum, bedarfsgerechte Strukturen zu schaffen und beide Häuser so aufzustellen, dass sie sich ergänzen.

Das Seniorenzentrum St. Franziskus hat 100 Plätze und einen Kurzzeitplatz, das Marienhaus 68 Vollzeitplätze und zwölf Kurzzeitplätze. Für behinderte Menschen aus dem Westen des Kreises sollen 24 stationäre Plätze geschaffen werden.