Ausstellung im Kunstpalais

Nathan Egel in Badenweiler

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 12. Juni 2015

Badenweiler

Bilder und Skulpturen von Nathan Egel im Kunstpalais Badenweiler.

BADENWEILER. Aus Impuls wird Form aus Form wird Ausdruck – Neue Bilder und Skulpturen von Nathan Egel sind im Kunstpalais ab Samstag, 13. Juni, zu sehen. Manche seiner von ihm selbst so bezeichneten "Kritzeleien" sind sehr klein, die größte allerdings misst drei mal zwei Meter und ist alles andere als gekritzelt.

Mal farbreduziert, mal in starker Farbigkeit erzeugen die Arbeiten des Künstlers Nathan Egel in den historischen Räumen des KunstPalais in jedem Fall dramatische Opulenz. Die Auswahl der noch nie gezeigten Bilder und Skulpturen wirkt gleichermaßen zufällig wie inszeniert.

Nathan Egel ist 1992 als siebtes von acht Kindern einer Künstler- und Musikerfamilie in Müllheim geboren. Betrachtet man jedoch die Fülle, die geradezu altmeisterliche Bearbeitung seiner Sujets, erfährt man, welchen Raum auch das Musikmachen in seinem Leben beansprucht und vernimmt dann seine philosophischen Erklärungen für sein Tun, so kommt manchem das Wort "Wunderkind" in den Sinn. "Aus Impuls wird Form, aus Form wird Ausdruck", so der Titel der Ausstellung in Badenweiler. Es sei die Lust, etwas entstehen zu lassen, die ihn antreibe. Ausdrucksarbeit, Farbe, Flächen, Menschen, Momente: Seine Kunst sieht Nathan Egel als Symbol, als Verständnisvermittler, als einfach schönes Bild.

Wie in den Kritzelbildern, deren Anfang beim Telefonieren entsteht, arbeitet sich der Künstler fast immer von unten nach oben voran. Heraus kommen dann collagenartige Gebilde, die mal an Comics, an surrealistische innere Landschaften, mal an die Stillleben der Alten Meister erinnern. Wie ausgeschnitten wirken seine bewusst konzeptfreien Arbeiten. Große Sinnlichkeit wird spürbar bei seinem Malprozess.

"Malerei ist Gedanke, aber auch der Wille der Farbe", so Nathan Egel. Die Farbe suche sich ihren Darstellungsgrund, leite den Weg.
Als Künstler sieht er sich als "Opfer der Gegenwart" in zweifacher Hinsicht: Die gesellschaftlichen, politischen und persönlichen Themen seiner Zeit wirken auf ihn ein, zum einen. Der Künstler wiederum "opfert" seine Zeit, um sich damit zu beschäftigen, um zu gestalten, um vergangene Momente in neue Gegenwart zu formen. Aus Impuls wird also Form, aus Form wird Ausdruck.

Vernissage: Samstag, 13. Juni, im Kunstpalais, 17 Uhr. Die Ausstellung ist bis 26. Juli wie folgt zu sehen. Donnerstag, Freitag, Samstag, 14 bis 17 Uhr, Sonntag, 11 bis 17 Uhr.
Künstlerrundgang: Sonntag, 12. Juli, um 16 Uhr.