"Sie haben uns wie eine große Familie gefeiert"

Christiane Franz

Von Christiane Franz

Di, 30. Januar 2018

Bahlingen

Die Bahlinger Band "Every Given Sunday" kommt mit tollen Erlebnissen vom Finale des SPH Bandcontests in Montabaur zurück an den Kaiserstuhl .

BAHLINGEN. Auch Tage danach ist noch spürbar, dass Andreas Feyock, Stefan Sommer, Samuel Breisacher und Louis Meisinger durch das Finale-Erlebnis beim SPH Bandcontest am Sonntag in Montabaur noch immer aufgekratzt sind. "Eine tolle Atmosphäre", "der Tag war megageil", "geniale Erfahrung" und "ein tolles Erlebnis" – so sprudelt es aus den vier Musikern von "Every Given Sunday" nur so heraus. Gering ist deshalb die Enttäuschung darüber, dass am Ende Platz zwölf von 13 Finalisten heraussprang.

"Der Erfolg an sich war, dass wir ins Finale kamen. Jetzt sind wir zwölfte von 1500 Teilnehmern", freut sich Andreas Feyock. Dass sie über die erste Runde hinaus bis ins Finale kommen, haben sie zu Beginn nicht erwartet. Es sind die Erfahrungen und die entstandenen Freundschaften, die die Band aus dem Wettbewerb mitnimmt. Zwar hat die Jury sie nicht so gut bewertet, aber in der Publikumswertung belegten sie den vierten Platz. "Den Leuten hat es gefallen, das ist richtig gut", schwärmt Stefan Sommer.

Samuel Breisacher betont die einmalige Erfahrung, auf einer Bühne mit viel Platz und vor rund 800 Zuhörern zu spielen. "Manche der Bands waren richtig professionell. Und bei der Siegerband aus Montabaur standen insgesamt zwölf Akteure auf der Bühne", erzählt Breisacher. Dabei waren die Musikrichtungen der Teilnehmer breit gefächert. Dass 77 Fans aus Bahlingen mitgereist waren – darunter auch Bürgermeister Harald Lotis – schätzt die Band sehr. "Sie haben uns richtig gefeiert, das war wie eine große Familie", sagt Luis Meisinger.

"Ohne diese Unterstützung wären wir nicht so weit gekommen", ist sich Andreas Feyock sicher. Nicht nur durchs Jubeln half die Fangemeinde, sondern auch durch ihre Anzahl. Da "Every Given Sunday" die zweitmeisten Tickets verkauft hat, durften sie als zweite ihren Platz in der Reihenfolge der Auftritte wählen. Als sechste Band kamen sie auf die Bühne. Wegen eines Staus auf der Autobahn, durch den der erste Bus mit der Band an Bord verspätet eintraf, ging dann alles ziemlich schnell. Mittagessen, Soundcheck und bald schon kam der 25-minütige Auftritt.

"Die Zuschauer haben uns gepusht", sagt Meisinger. "Wir waren heiß, hatten überhaupt kein Lampenfieber", ergänzt Feyock. Die mitgereisten Fans sorgten dafür, dass sich die Stimmung schnell auch auf die übrigen Zuhörer übertrug. Bei einem Solo von Feyock warfen die Musikerkollegen Wasserbälle ins Publikum. "Das war ein schönes Bild, wie die Zuschauer dann die Bälle hochhielten" sagt Feyock mit leuchtenden Augen. "Cool war auch, dass sie wieder zurück auf die Bühne geschossen wurden", sagt Breisacher lächelnd.

Der große Dank der vier gilt den vielen privaten Gönnern sowie den Unternehmen Koch und Vögele sowie Bernd Ernst, dem Weingut Feyock und der Gemeinde Bahlingen, die mit ihren Spenden zu dem unvergesslichen Tag beitrugen.

An einem Wettbewerb teilnehmen will die Band so schnell nicht mehr. Jetzt stehen die Planung weiterer Konzerte und das Erscheinen der neuen Platte im März/April auf dem Plan. "Wir sind jung, treten samstags auf, haben Spaß und machen Party. Am Sonntag räumen wir auf. Und am Montag geht jeder wieder zur Arbeit", fasst Stefan Sommer lachend zusammen.