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30. Mai 2017 11:30 Uhr

Immobilien

Basler Senioren sollen in kleinere Wohnungen ziehen

Ein neues Modell soll in Basel Senioren dazu ermuntern, in kleinere und garantiert günstigere Wohnungen umzuziehen. Dadurch soll Wohnraum für Familien entstehen.

  1. Das neue Modell soll dazu beitragen, Wohnraum für die gesamte Bevölkerung zu schaffen. Foto: Daniel Gramespacher

Mit einem neuen Modell wollen das Basler Finanzdepartement und die Pensionskasse Basel (PKBS) Seniorinnen und Senioren ermuntern, in eine kleinere Wohnung umzuziehen. Verbesserungen gibt es auch für Mieter, deren Wohnung unbewohnt saniert werden muss. Das am Montag präsentierte Modell "Sicheres Wohnen im Alter" ist auf drei Jahre ausgerichtet. Es gilt ab Juli für Mieter in Wohnungen von Immobilien Basel-Stadt und der PKBS.



Finanzdirektorin Eva Herzog sagte vor den Medien, die Neuerungen seien Teil des Engagements der Regierung, Wohnraum für die gesamte Bevölkerung zu schaffen und zu erhalten. Das Projekt geht davon aus, dass viele Menschen, die mehr als 65 Jahre alt sind, in ihren zu großen Wohnungen bleiben, weil sie von einer niedrigen Miete profitieren. Nun können sie – wenn sie einige Bedingungen erfüllen – in eine kleinere Wohnung zu einer niedrigeren Miete umziehen.

Neues Mietverhältnis ist unbefristet

Das Projekt sieht vor, dass die Nettomiete der alten Wohnung als Grundlage für die Berechnung der neuen Miete dient. Weil die Mietfläche kleiner ist, reduziert sich auch der Zins. Die neue Wohnung muss mindestens zehn Prozent kleiner sein als das bisherige Wohnobjekt. Für jene Personen, die während der Projektphase in eine kleinere Wohnung umziehen, gilt das neue Mietverhältnis unbefristet. Vom Modell profitierten auch Familien, weil sie in die größeren Wohnungen einziehen könnten, sagte Rolf Borner, Geschäftsleiter von Immobilien Basel-Stadt.

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Im Finanzvermögen des Kantons sind 2000 Wohnungen; sie werden von Immobilien Basel bewirtschaftet. Die PKBS verfügt über 3900 Wohnungen. 15 bis 20 Prozent der in Wohnungen von Immobilien Basel lebenden Mieterinnen und Mieter sind laut Borner mehr als 65 Jahre alt. Wie viele der über 65-Jährigen von diesem Angebot Gebrauch machen wollen, ist unbekannt.

Eine weitere Neuerung betrifft Mieter, die in Wohnungen leben, welche in unbewohntem Zustand saniert werden müssen. Deren Kündigungsfrist wird von drei auf 18 Monate verlängert. Jene Personen, die nach der Sanierung in die frühere Wohnung zurückkehren wollen, erhalten die gleichen Konditionen wie wenn die Sanierung bewohnt durchgeführt worden wäre.

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Autor: sda