Beide Basel bekräftigen Zusammenarbeit mit Grand Est

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 11. September 2018

Basel

Regierungsvertreter aus Basel-Stadt und -land tauschen sich in Strasbourg unter anderem über Verkehr und Arbeitsmarkt aus.

BASEL/LIESTAL (BZ). Die für Außenbeziehungen am Oberrhein zuständigen Regierungsmitglieder der Kantone Basel-Stadt und Baselland, Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann und Regierungsrat Isaac Reber, wurden in Strasbourg von Jean Rottner, Präsident der Région Grand Est, den Vizepräsidenten Nicole Muller-Becker und François Werner sowie der Regionalrätin und Präsidentin der Kommission für grenzüberschreitende Beziehungen, Claudine Ganter, empfangen.

Bei dem Treffen tauschten sich die Akteure vor allem über ihre politischen Prioritäten in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit aus, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom Montag. "Die Weiterentwicklung und Vertiefung der Zusammenarbeit mit unseren europäischen Grenznachbarn steht im Zentrum des Engagements und der Maßnahmen der Région", wird Jean Rottner darin zitiert. Auf die Herausforderungen der Mobilität der Menschen antworten, in abgestimmter Weise mit den Partnern im Dienst der Bürger arbeiten und alle grenzüberschreitend tätigen Akteure zu einem umfassenden Vorhaben zusammenbringen, seien die Ziele. "Mein Anspruch ist somit, Grand Est zu einer Grenzregion par excellence zu machen."

Weiter wurden aktuelle Themen des Oberrheins und des trinationalen Agglomerationsraums Basel besprochen. So bestätigten alle Partner ihren Einsatz für den Schienenanschluss des Euroairports Basel-Mulhouse: "Das Vorhaben ist für die Wirtschaft der trinationalen Region unerlässlich; es geht nun darum, konkrete Zusagen über die finanzielle Beteiligung von jedem Partner zu erhalten", führte Jean Rottner dazu aus. Zur Regio S-Bahn unterstrich Isaac Reber: "Das Herzstück, das den Bahnhof Basel SBB mit dem Badischen Bahnhof unterirdisch verbinden soll, bedeutet für die Entwicklung der trinationalen S-Bahn einen Quantensprung." Es ermögliche Durchmesserlinien, wie sie in erfolgreichen Bahnnetzen in Agglomerationen üblich seien. Zusätzlich schaffe dieser Lückenschluss für andere Infrastrukturprojekte, wie dem Schienenanschluss des Euroairports, neues Potential und zusätzlichen Nutzen.

Die seit 1. Juli geltende Meldepflicht freier Stellen in Berufsarten mit erhöhter Arbeitslosigkeit habe bis jetzt keine negativen Auswirkungen auf die Grenzgänger im Kanton Basel-Stadt hervorgerufen", resümierte Elisabeth Ackermann. In Sachen Zivilgesellschaft steht das Vorhaben von Bürgerbefragungen auf grenzüberschreitender Ebene im Zentrum. Beide Seiten hoben die Bedeutung des Interreg-Programms zur Umsetzung grenzüberschreitender Vorhaben und damit zur Stärkung des gemeinsamen Lebens-, Kultur- und Wirtschaftsraums hervor.