Bauentwicklung im Fokus

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 27. Februar 2018

Herbolzheim

"Roter Tisch" des SPD-Ortsvereins Herbolzheim-Rheinhausen befasst sich mit dem Thema Bauen.

HERBOLZHEIM (BZ). Zu einem "Roten Tisch" mit dem Thema "Entwicklung von neuen Baugebieten unter städtebaulichen Aspekten" hatte der SPD-Ortsverein Herbolzheim-Rheinhausen eingeladen. Ziel des Abends war es, die Bauentwicklung unter verschiedenen Gesichtspunkten zu beleuchten und zu einem Meinungsaustausch zu kommen.

Der Referent Hermann Binkert vom Büro mbpk Freiburg zeigte, welche Möglichkeiten zum Beispiel für flächensparendes Bauen in Wohngebieten möglich sind. Für Geschosswohnungsbau favorisierte er in Bezug zu Einfamilienhäusern eine dreigeschossige Bauweise. Vier Geschosse würden einen zu großen Bruch darstellen und sind für ihn nur punktuell vorstellbar. Binkert stellte verschiedene Haustypen wie zum Beispiel Punkthäuser, zeilenförmige Häuser, gebrochene Riegel oder Reihenhäuser vor.

"Ein verdichtetes Baugebiet macht das Bauen preisgünstiger. Zum wirtschaftlichen Bauen gehört auch die Überlegung zur Anzahl der geforderten Stellplätze", heißt es in einer Mitteilung der SPD weiter. Da die Stellplätze in solch einem Gebiet nur in Tiefgaragen erstellt werden könnten, sei darüber nachzudenken, ob bis zu einer bestimmten Wohnungsgröße ein Stellplatz ausreichen würde. In den Bereich der Wirtschaftlichkeit gehöre außerdem, über Dachformen nachzudenken. So seien zum Beispiel begrünte Flachdächer ökologisch wertvoller und auch wirtschaftlicher als Satteldächer.

Für die Umsetzung seien verschiedene Möglichkeiten vorstellbar. Neben Investoren sei auch genossenschaftliches Bauen möglich, oder es könnten sich Baugruppen zusammenschließen, so wie dies schon vor Jahren beim Wohnhof im Baugebiet Wehrle verwirklicht wurde.

In der anschließenden Diskussion wurden verschiedene Aspekte beleuchtet. So wurde überlegt, ob für ein Baugebiet ein städtebaulicher Wettbewerb eine größere Vielfalt mit neuen Ideen bringen könnte. Bei der Vergabe der Bauplätze sollte vom Bewerber ein Konzept verlangt werden, sodass Bauherren mit einem guten Konzept bessere Chancen hätten. Solche Konzeptvorgaben sollten auch von Seiten der Stadt formuliert werden, zum Beispiel für altersgerechte Wohnungen. Angesprochen wurde auch das Thema Mehrgenerationenhaus. Weiterhin, so hieß es, sei es wichtig, den entstehenden Verkehr in einem Baugebiet im Blick zu haben. Zudem sollte überlegt werden, ob es möglich wäre, dass ältere Menschen, die derzeit in großen Wohnungen oder Häusern leben, diese gegen altersgerechte Wohnungen tauschen könnten, sodass es für sie attraktiv wäre und Wohnungen oder Häuser frei würden, die für Familien geeignet wären.

Die anwesenden Mitglieder der SPD-Fraktion waren sich laut der Mitteilung einig, dass es wichtig sei, an dem Thema dranzubleiben und die Bürger einzubeziehen. Vorstellbar seien ein Arbeitskreis und eine Bürgerversammlung.