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29. Januar 2017 20:23 Uhr

Vergängliches Kunstwerk

In Bernau steht Deutschlands größtes Schneelabyrinth

Es ist 30 Mal 30 Meter groß und besteht aus rund 500 Kubikmetern Schnee: Eine Woche lang haben rund 40 Helfer in Bernau das größte Schneelabyrinth Deutschlands erbaut.

  1. Das Schneelabyrinth aus der Vogelperspektive. Foto: Helge von Gilsa

  2. Bevor sich die Besucher auf den Weg machten, konnten sie sich am Eingang den Plan anschauen. Aber verirren konnte sich niemand. In der Mitte konnten die Besucher von einer großen aus Schnee geschaffenen Wurzel den Überblick genießen. Foto: Sebastian Barthmes

  3. Mit großen Krafteinsatz und der Hilfe von Kettensägen entstanden die Quader aus verdichtetem Schnee, mit den die Wände aufgebaut wurden. Foto: Sebastian Barthmes

  4. Ein Besucher betrachtet den Plan des Labyrinths, bewor er sich auf den Weg macht. Foto: Sebastian Barthmes

  5. Mit großen Krafteinsatz und der Hilfe von Kettensägen entstanden die Quader aus verdichtetem Schnee, mit den die Wände aufgebaut wurden. Foto: Sebastian Barthmes

Pünktlich war die Arbeit geschafft: Zum Abschluss der 47. Forstlichen Nordischen Skiwettkämpfe Baden-Württemberg wurde das Angaben der Initiatoren größte Schneelabyrinth Deutschlands in der Nähe des Startgeländes im Langlaufzentrum eröffnet. An dem Schneebauwerk mit einer Seitenlänge von 30 mal 30 Meter haben abwechselnd 40 Helfer eine Woche lang mitgeholfen (Fotos).

630 Meter Labyrinth

Das Schneelabyrinth war eine Idee von Andreas Mutterer, dem Vorsitzendenden der Langlauffreunde Rot-Kreuz-Loipe Bernau, der bereits im November mit der Planung begonnen hatte. Der ausgeklügelte Plan wurde auf den Schnee gesprüht, wo die 50 Zentimeter breiten und bis zu zwei Meter hohen Wände aufgebaut wurden – einen Meter breit ist der Gang durch den Irrgarten. Mehr als 500 Kubikmeter Schnee wurden bewegt, etwa 3600 Schneewürfel sägten die Forstarbeiter mit Kettensäge und viel Muskelkraft aus dem verdichteten Schnee.

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Die Bauarbeiten starteten im Mittelpunkt des Labyrinths, von dem aus dann das Schneelabyrinth nach außen wuchs. Im Zentrum steht eine über zwei Meter hohe Wurzel – ebenfalls aus Schnee geformt. Entworfen wurde sie von der Künstlerin Christel Andrea Steier. Die Wurzel konnte am Wochenende über eine Treppe bestiegen werden. Von dort hatten die Besucher einen guten Überblick über das Gebilde. 635 Meter lang ist der Weg zwischen Ein- und Ausgang.

Mitgearbeitet haben am Schneelabyrinth Auszubildende und Fachkräfte vom Forststützpunkt Bonndorf, Schulkassen der Fürstabt Gerbert-Schule, Waldarbeiter vom Forstbezirk St. Blasien, Mitglieder der Bernauer Jugendbergwacht und ein tolles Team Bernauer Bürger. Bei der Gestaltung der Wurzel legten die Bernauer Bildhauer Ulrike Wasmer-Ludwig und Johannes Köpfer mit Hand an.

Märchenhafte Atmosphäre

Das Schneelabyrinth war bei den Forstlichen Skiwettkämpfen ein besonderer Höhepunkt. Die Forstprominenz, auch Bürgermeister Rolf Schmidt und viele Wettkampfteilnehmer ‚irrten‘ durch den Irrgarten. Ihre Kommentare: genial, großartig, einmalig, ein Märchen, so etwas haben wir noch nie gesehen und erlebt, einfach Spitze und "Hut ab vor dieser Leistung".

Verirren kann man sich in dem Labyrinth aber nicht, versicherte Initiator Andreas Mutterer, man müsse einfach dem Weg folgen. Und wer den Mittelpunkt erreicht hat, ist auch schon fast wieder draußen, denn von der Wurzel führt ein gerader Gang zum Ausgang.

Zwischenzeitlich ist das Schneebauwerk zu einem Anziehungspunkt nicht nur für die Bernauer geworden. Vorbeifahrende Autos halten an, die Menschen stehen staunend vor dem Schneelabyrinth, besteigen die Wurzel und lassen die Fotoapparate in Aktion treten.

Man sollte mit einer Besichtigung nicht zu lange warten, die steigenden Temperaturen verwandeln den Weg in eine glatte Fläche. Damit niemand in Gefahr geraten kann, will Christel Andrea Steier die Treppen auf das Wurzelpodest entfernen, wenn der Schnee zu glatt geworden ist, kündigte sie an.

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Autor: Ulrike Spiegelhalter