Zusammenspiel von Experten

Ulrike Spiegelhalter

Von Ulrike Spiegelhalter

Di, 10. Januar 2017

Bernau

Das Bernauer Unternehmen "Schmidt Hoch- und Tiefbau" baut zwischen Freiburg und Waldshut.

BERNAU. Gute Leistungen und Auslastung, keine nennenswerte Unfälle – mit der Bilanz des vergangenen Jahres des Bauunternehmens "Schmidt Hoch- und Tiefbau ist Geschäftsführer Rudolf Schmidt zufrieden.

Auch größere Bauvorhaben habe das Unternehmen im abgelaufenen Jahr ausgeführt, wenn auch jedes Mal ein harter Preiskampf vorausgegangen sei und die preisliche Situation das ganze Jahr über angespannt gewesen sei, sagte Schmidt. Er bedauerte die mangelnde Zuarbeit der Planer und Bauherren, wodurch immer mehr Arbeit auf den Betrieb abgewälzt werde.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse der Markt ständig beobachtet werden, neueren Trends und richtungsweisenden Überlegungen könne man sich nicht verschließen. Im Einsatz waren die Mitarbeiter der Bernauer Bauunternehmens auf Baustellen zwischen Waldshut und Freiburg und zwischen Lörrach und Titisee-Neustadt. Aufträge aus der Schweiz, der Bodensee-Region oder sogar aus Karlsruhe könnten wegen der großen Entfernung nicht berücksichtigt werden, sagte Schmidt.

Ihm sei es wichtig, dass die Baustellen für die Mitarbeiter wohnortnah sind. So will er lange und deshalb teure Fahrten vermeiden.

Das Zusammenspiel von Fachleuten des Hoch- und Tiefbaus, des Maschinisten und das Wissen jedes Einzelnen machten die Stärke des Bauunternehmens aus, lobte Schmidt und dankte im rahmen einer Feier allen Mitarbeitern für die geleistete gute Arbeit. Eine gute Mannschaft und gute Arbeit seien ein Garant für langfristige Arbeitsplätze und weitere Investitionen – mit dem jetzigen Team, der technischen Ausrüstung des Unternehmens und dem vorhandenen könne alles geschafft werden, was dem Unternehmen angetragen wird, sagte er.

Schmidt zeigte sich zuversichtlich, dass auch 2017 wieder ein ordentliches Jahr wird. Das Unternehmen müsse noch Aufträge aus dem Jahr 2016 abschließen, darunter vor allem den Institutsneubau in Freiburg, an dem ein Teil der Mannschaft das ganze Jahr über beschäftigt sein werde. An Anfragen mangele es auch nicht.

Durchschnittlich 65 Mitarbeiter gehörten im vorigen Jahr zur Stammbelegschaft. Hinzu kämen die Mitarbeiter aus Rumänien und aus Polen, so dass etwa 90 Leute von "Schmidt Hoch- und Tiefbau" beschäftigt waren. Stetig werde es Veränderungen geben: So werde beispielsweise die digitale Maschinensteuerung zunächst bei Baggern, später bei Gradern und Raupen kommen. Auch im Büro, auf den Baustellen und im täglichen Ablauf werde die Digitalisierung schrittweise Einzug eingeführt und vorangetrieben werden.

Mehr als 800 000 Euro habe das Bauunternehmen 2016 investiert, berichtete der Geschäftsführer. Zwei Bagger, ein Lastwagen, vier weitere Fahrzeuge und diverse Anbaugeräte seien gekauft worden. Neue Baumaschinenführer, Lastwagenfahrer, Straßenbauer, Tiefbaufacharbeiter, Maurer und ein Vermessungstechniker seien zum Team dazugestoßen. Außerdem beschäftige die Firma derzeit sechs Auszubildende in verschiedenen Berufszweigen. Er würde sich freuen, auch Jugendliche mit Migrationshintergrund ausbilden zu können, sagte Schmidt.

Rudolf Schmidt ehrte Baggerführer Erhard Kiefer für 30 Jahre Mitarbeit.