Bestnoten für die Dozenten

Herbert Frey

Von Herbert Frey

Sa, 11. August 2018

Weil am Rhein

VHS erhält auf Fragebogenaktion positive Rückmeldungen / Raumsituation sehr angespannt.

WEIL AM RHEIN (hf). Die Kursteilnehmer stellen der Volkshochschule ein überaus gutes Zeugnis aus. Das ergab die Evaluierung, die VHS-Leiter Tom Leischner im vergangenen Semester vorgenommen hat. 290 anonymisierte Fragebögen kamen ausgefüllt zurück. Darin wurde nur wenig Kritik geäußert. Dennoch gibt es noch Verbesserungspotenzial, vor allem die Raumsituation bereitet doch gewisse Sorgen.

"Im Kreativbereich hat sich die Lage etwas entspannt. Hier bekommen wir zwei frei gewordene Räume im Kulturzentrum Kesselhaus. In einen wird die Töpferei einziehen, den anderen können wir so umbauen, dass er für Malkurse ideal ist", schildert Leischner. Dadurch werden Räume im Haus der Volksbildung sowie im Kant-Gymnasium frei, in denen bislang die Malkurse abgehalten wurden.

Dennoch hat Leischner für einen abendlichen Integrationskurs, der im Oktober starten soll, noch keinen Raum gefunden. Bis dahin werde das Problem aber gelöst sein, da erfahrungsgemäß nicht alle im Programmheft angekündigten Kurse stattfänden, so der VHS-Leiter. Die VHS unterhält allein im Weiler Stadtgebiet an 20 verschiedenen Standorten Kursräume – teilweise in kommunalen Gebäuden, teilweise sind sie angemietet. Hinzu kommt die Außenstelle Vorderes Kandertal mit vier Kursstandorten. Da man sich viele Kursräume mit anderen Nutzern, etwa der Musikschule oder Vereinen, teilen müsse, sei es nicht immer einfach, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, erläutert Leischner, der gleichwohl weiß, dass ein zentrales Haus nur für Volkshochschulkurse eine unerfüllbare Forderung ist. Und: Dezentralität habe auch ihre Vorteile, da man so im gesamten Stadtgebiet präsent sei.

Die Raumsituation ist auch der Bereich, den die VHS-Kursteilnehmer am schlechtesten beurteilten. Dennoch vergaben sie auf Fragen zur Erreichbarkeit oder Ausstattung keine wirklich besorgniserregenden Antworten. Die schlechteste vergebene Schulnote ist eine 2,2. Aufschlussreich ist, dass die Teilnehmer der Integrationskurse, die separat befragt wurden, mit der Raumsituation wesentlich zufriedener sind und offenbar weniger hohe Ansprüche stellen: Hier war die schlechteste Note eine 1,4.

Geradezu traumhaft schneiden in der Evaluation die 104 Dozenten der VHS ab: Durch die Bank wurden sie, mit wenigen Abstrichen, mit "sehr gut" bewertet, sowohl hinsichtlich des Fachwissens als auch beim Unterrichtsstil wurden Noten zwischen 1,1 und 1,4 vergeben. Spitzenreiter sind die Leiter der Gesundheitskurse, deren Notenschnitt bei 1,1 liegt – kein Wunder also, dass viele Kurse in diesem Sektor seit Jahren erfolgreich laufen.

Dennoch versuche man, stetig nachzubessern, wenn Kritik geäußert werde, so Leischner. Auch die Administration der Volkshochschule wird von den Kunden geschätzt. Sie müssen, darauf weist Eileen Biehle hin, Einzugsermächtigungen wieder unterschrieben einreichen. Im VHS-Team gab es übrigens einen personellen Wechsel: Alexandra Blumhofer, die die Integrationskurse mit einer Halbtagsstelle sechs Jahre lang koordinierte und dabei "tolle Arbeit geleistet hat", wie Leischner sagt, ist aus Weil weggezogen. Künftig übernimmt ihre Aufgabe mit einem Vollzeitdeputat Luigina Pinna.