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14. Juli 2011 17:37 Uhr

Provozierende Aktion

Bildungsüberfall: Freiburger werden ab 6 Uhr aus dem Bett geklingelt

Für die gute Sache werden nächsten Montag Bürger im Freiburger Stadtteil Weingarten aus dem Bett geklingelt. Ab 6 Uhr will die Landeszentrale für politische Bildung dort für die Demokratie werben.

  1. Wie wird die Aktion wohl aufgenommen? Foto: dpa

Demokratie mal anders erleben: Am 18. Juli plant die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) einen "Bildungsüberfall". Freie LpB-Mitarbeiter klingeln im Freiburger Stadtteil Weingarten morgens ab 5 Uhr an der Haustür und bringen den Bewohnern "eine informative Frühstückstüte und eine Packung Frischmilch", die gespendet wird, teilte die LpB mit.

Die LpB will mit dieser Aktion den Freiburgern im Stadtteil Weingarten Demokratie schmackhaft machen. Weingarten weise eine sehr niedrige Wahlbeteiligung und einen hohen Anteil von Bürgerinnen und Bürgern auf, die sich nach Einschätzung der Landeszentrale der Politik gegenüber distanziert verhalten.

Der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill soll gesagt haben: "Wenn es morgens um sechs an meiner Tür läutet, und ich kann sicher sein, dass es der Milchmann ist, dann weiß ich, dass ich in einer Demokratie lebe". Das Zitat weise auf die menschenverachtenden Unterdrückungsapparate in Diktaturen hin, so die LpB.

Mit ihrer Aktion will die LpB provozierend versuchen, auf die zur Selbstverständlichkeit gewordene Demokratie und die Notwendigkeit, sich dafür einzusetzen, hinzuweisen. "Die Werte von Freiheit und Sicherheit und ganz konkret das Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung, das Artikel 13 des Grundgesetzes garantiert, sollen so verdeutlicht werden", heißt es in der Ankündigung der Aktion.

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Aktualisierung: Ursprünglich war der Start der Aktion für 5 Uhr angekündigt. Dabei handelte es sich aber um eine versehendlich von der Landeszentrale verbreitete – interne – Uhrzeit. Die Klingel-Attacke startet eine Stunde später, nämlich um 6 Uhr.

Autor: epd, ohu