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05. November 2013

Skulpturen für den Dialog von Kultur und Natur

Ausstellung zum Thema "Die Wanderer am Vogelsangpass".

  1. Der Bötzinger Steinmetz Andreas Hösch mit dem Modell der Skulptur „Die Wanderer am Vogelsang“ und dem Stein mit der Aufrisszeichnung des Werkes, das Teil des Skulpturenwegs Kaiserstuhl werden soll. Foto: horst david

BÖTZINGEN (hod). Als Teil der 10. Bötzinger Kulturtage wurde im Rathaus das Kunstprojekt "Die Wanderer am Vogelsangpass – eine Station auf dem Skulpturenweg Kaiserstuhl" vorgestellt. Bürgermeister Dieter Schneckenburger, der Bötzinger Künstler und Steinmetz Andreas Hösch und der Vorsitzende des Vereins "Kunst.Natur.Kaiserstuhl", Helmut Schöpflin, stellten das Vorhaben gemeinsam vor. Gekommen waren auch weitere Künstler, die an dem Projekt "Skulpturenweg Kaiserstuhl" beteiligt sind. e Künstler anwesend. Das Musikduo "Immoment" mit Sanne Liedtke an der Harfe und Wilfried Hanfeld am Kontrabaß wirket ebenfalls mit, da es die Einweihungen der Kunstwerke musikalisch begleitet. Anwesend waren auch Sponsoren und Unterstützer des Vereins.

Die Ausstellung "Die Wanderer" gibt einen Einblick in das Gesamtprojekt des Vereins "Kunst.Natur.Kaiserstuhl". Er hat zum Ziel, die einmalige Landschaft des Kaiserstuhls mit 20 Kunstwerken zu schmücken und mit Skulpturen neue touristische Anziehungspunkte zu schaffen. Die Ausstellung präsentiert zwölf Miniaturskulpturen, die beim "Skulpturenpfad" am Kaiserstuhl in Originalgröße aufgestellt werden sollen. Vier Objekte stehen bereits am Standort, sagte Bürgermeister Schneckenburger. Im Frühjahr 2014 wird das 5. Kunstwerk "Die Wanderer" aus gelblichen Sandstein des Bötzinger Steinmetzes Andreas Hösch am Vogelsangpass aufgestellt. Die Schönheit des Vogelsangpasses habe ihn als Künstler zur Skulptur "Der Wanderer" angeregt-, erklärte Hösch. Die Ausstellung zeigt seinen Entwurf, ein innehaltendes und eng umschlungenes Wandererpaar aus Mann und Frau. Die Skulptur soll die Verbundenheit zur Natur und der großartigen Landschaft ausdrücken. Der gelbliche Kalkstein soll die farbliche Verbindung zum Löss schaffen.

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Helmut Schöpflin stellte "den Verein "Kunst. Natur. Kaiserstuhl" vor, der im Februar 2012 von etwa einem Dutzend Künstlern und Vereinsmitgliedern aus allen Gemeinden des Kaiserstuhls gegründet wurde. Auch etliche Kaiserstühler Gemeinden sind Mitglied, so auch Bötzingen, das gleich zu Beginn eintrat. Der Verein wolle den Kaiserstuhl mit seiner einmalig schönen Landschaft mit künstlerischen Elementen weiter attraktiv gestalten, betonte Schöpflin. "Natur und aussagekräftige Kunst sind unverzichtbare Quellen des körperlichen und geistigen Wohlbefindens", sagte Schöpflin. Etwa 20 Werke sollen an verschiedenen Stellen am Kaiserstuhl installiert werden. Ort und Kunstwerk sollen dabei harmonieren und die Natur bereichert werden.

Der Verein will sich aber auch um bestehende und zum Teil schon vergessene und verwahrloste Kunstwerke im Kaiserstuhl kümmern. Auch Kontakte zu Partnergemeinden werden angestrebt. Bisher realisiert wurden eine Reihe von Ausstellungen und bisher vier Skulpturen: "Taube flieg" (2012) in Kiechlinsbergen, "Ich Narr vergaß die Zauberdinge" auf dem Breisacher Münsterberg, "Baum der Elemente" auf der Schelinger Matte und der "Stein der Hauptschüler" an der Eichstetter Schule.

Für die Skulptur am Vogelsangpass sicht der Verein nun noch Geldspenden sagte Helmut Schöpflin. Er hoffe dabei auf Bürger und Firmen. Die Gemeinde Bötzingen unterstützt das Projekt, indem sie für die Fundamentierung der mannshohen Skulptur sorgt.

Info: Die Ausstellung "Die Wanderer am Vogelsang" ist noch bis 8. Dezember im Bötzinger Rathausfoyer zu sehen.

Autor: bz