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07. Dezember 2016

Vorweihnachtliche Stimmung

Kapellen und Chöre aus St. Ulrich geben ein beeindruckendes Adventskonzert in der Kirche St. Peter und Paul.

  1. Die Trachtenkapelle St. Ulrich unter der Leitung von Philip Steffe während des Adventskonzerts Foto: Lara Walter

BOLLSCHWEIL. Für das Adventskonzert der Vereine aus St. Ulrich öffnete am zweiten Adventswochenende die Gemeinde St. Peter und Paul ihre Tore. Die Trachtenkapelle, die Jugendkapelle sowie der Kirchen-, Kinder- und Jugendchor zauberten eine unvergleichliche Stimmung in der Kirche. Der Lauf der Adventszeit bis zum Heiligen Abend wurde durch beeindruckende Musikstücke eingefangen.

Voll besetzt war die barocke Kirche in St. Ulrich, circa 200 Menschen waren der Einladung der Vereine zum traditionellen Adventskonzert gefolgt. Über den Köpfen des Orchesters schwebte ein Adventskranz, und auch das in Gold getauchte Licht passte zur weihnachtlichen Stimmung. Geschickt nutzen die Trachtenkapelle und der Kirchenchor die Empore und den Bereich hinter dem Altar als Bühne. Dank der überwältigen Akustik der Kirche wurde jeder Ton zu einem ganz besonderen Erlebnis. Rund 80 Akteure vollbrachten musikalische Höchstleistungen.

Unter der Leitung von Philip Steffe, seit September 2015 Dirigent der Trachtenkapelle St. Ulrich, eröffneten das Blechbläserensemble und die Orgel eindrucksvoll das Konzert. Gleich zu Beginn zeigte die Jugendkapelle unter der Leitung von Michaela Ortlieb, zusammen mit dem Kinder- und Jugendchor, ihr Können mit dem Titel "Nettleton", ein Stück, das auf einer alt-amerikanischen Choralmelodie basiert. Die Musiker der Trachtenkapelle beeindruckten mit einer Bandbreite verschiedener Musikstücke und setzten stimmungsvolle Akzente. Ein Auszug aus der Oper Lohegrin von Richard Wagner war ebenso zu hören wie das meditative Werk "Ante Lucem" von Thomas Doss, das die letzten Minuten der Nacht vor dem Sonnenaufgang beschreibt. Passend dazu präsentierte das Orchester das schwierige Konzertwerk "The Bells of Sagrada Familia" des japanischen Komponisten Satoshi Yagisawa. Die römisch-katholische Basilika in Barcelona names Sagrada Familia wird darin als Symbol für Jesu Geburt gesehen.

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Die Musik spricht für sich

Auch die verschiedenen Chöre unter der Leitung von Lisa Hummel beeindruckten mit ihren Auftritten und zauberten mit harmonischen Klängen bei den Gästen Gänsehaut hervor. Musikalisch wurde das Publikum auf die Geburt Jesu als finales Element durch den Kirchenchor vorbereitet. Die Stücke "In tiefer Nacht trifft uns die Kunde" von Antoine Oomen und das "Angelus ad virginem" von David Willcocks, das die Verkündigung der Empfängnis Jesu an Maria beschreibt, steigerten den musikalischen Spannungsbogen.

Auch der Kinder- und Jugendchor trugen mit ihren Auftritten "Licht in der Nacht" von Georg Völzgen und beispielsweise Lorenz Maierhofers Werk "Wieder naht der heilige Stern" maßgeblich zum Programm bei. Besonders eindrucksvoll gestaltete sich der Auftritt aller drei Chöre zum Klassiker von Georg Friedrich Händel "Tochter Zion".

Während des eineinhalbstündigen Programms war keine Moderation nötig. Mit voller Begeisterung ließen die vielen Beteiligten die Musik für sich sprechen und ernteten nach den letzten gesungenen und gespielten Tönen tosenden Beifall.

Autor: Lara Walter