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18. August 2016

Der beliebte Wanderweg wird wieder begehbar gemacht

Mit Hilfe eines Schreitbaggers wurde in den zurückliegenden Tagen der Mühlenbachweg instand gesetzt. Der schmale Weg entlang des einstigen Mühlenbaches, welcher jahrhundertelang die Bonndorfer Mühle von der Bitzenbrunnenquelle aus mit Wasser versorgte, ist ein beliebter Wander- und Spazierweg.

  1. Mit Hilfe dieses Schreitbaggers wurden Gräben entlang des Mühlenbachwegs zwischen der Bahnbrücke und dem Scharmützelbrunnen ausgehoben, so dass der Wanderweg in Zukunft trocken begehbar sein sollte. Foto: Martha Weishaar

BONNDORF. Mit Hilfe eines Schreitbaggers wurde in den zurückliegenden Tagen der Mühlenbachweg instand gesetzt. Der schmale Weg entlang des einstigen Mühlenbaches, welcher jahrhundertelang die Bonndorfer Mühle von der Bitzenbrunnenquelle aus mit Wasser versorgte, ist ein beliebter Wander- und Spazierweg. In den zurückliegenden Jahren entstanden jedoch zunehmend Nassstellen, die den schmalen Weg abschnittweise nahezu unpassierbar machten. Zeitweilig standen sogar Überlegungen im Raum, den Weg stillzulegen.

"Wie können wir diesen Weg herrichten, obwohl wir mit Maschinen so gut wie nirgends hinkommen?" Diese Frage stellte sich nun aber für Stadtförster Steffen Wolf. Bereits zu der Zeit, als Erhard Hölderle noch den städtischen Bauhof leitete, zog dieser immer wieder mal in Erwägung, den Mühlenbachweg besser herzurichten. Nun wurden die Pläne realisiert, und zwar zufällig just mit der Firma von Florian Fischer, dem Enkel des einstigen Wege- und Kulturwarts der Stadt Bonndorf. Mit einem Schreitbagger seiner Landschaftsbaufirma wurde der Bachlauf freigelegt, so dass das Wasser wieder ablaufen kann. Der Bagger mit einer variablen Breite von zwei bis vier Metern kann mit einzeln verstellbaren Rädern auch in extremen Hanglagen oder auf schmalen Wegen eingesetzt werden. Sechs Tage lang arbeitete sich Fischers Mitarbeiter Thomas Fritsch mit dem Gerät durch den knapp vier Kilometer langen Abschnitt zwischen Bahnbrücke und Scharmützelbrunnen. "Immer wieder kamen Wanderer daher, die sich freuten, dass der Weg instand gesetzt wird", erzählt der Baggerführer. Im Augenblick ist die Oberfläche zwar noch nass, der freie Ablauf indes dürfte binnen kurzer Zeit dafür sorgen, dass der Weg trocken begehbar sein wird. Die Sperrung des Wegs während der Arbeiten vom Scharmützelbrunnen aus wurde indes sowohl von Radfahrern als auch Fußgängern ignoriert.

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In der Nähe des Scharmützelbrunnens traten durch die Instandhaltungsmaßnahme Sandschichten hervor, die in früheren Jahren in Handarbeit aufgetragen worden waren. Der Mühlenbach führte allzeit viel Sand mit sich. Dieser wurde regelmäßig von Hand aus dem Bachlauf auf den Weg geschaufelt, um die Wasserversorgung der Mühle zu gewährleisten. "Beim Scharmützelbrunnen spricht man heute noch von einem Sandfang", erklärt Steffen Wolf. In einem nächsten Schritt werden nun die Rohre, die quer unter dem Weg verlaufen, überprüft. Falls sie zugeschüttet sind, werden sie freigemacht oder bei Bedarf erneuert.

Der weitere Verlauf des Mühlenbachwegs bis zur Glashütte wurde infolge der Aufarbeitung von Tornadoschäden stark in Mitleidenschaft gezogen. Tiefe Fahrrillen schwerer Forstmaschinen und etliche Wasserlöcher machen ihn nahezu unpassierbar. Da in diesem Waldgebiet starker Käferbefall herrscht, ist auch in Zukunft mit dem Einsatz schwerer Maschinen zu rechnen. Dieser Wegabschnitt wird mit Schotter aufgefüllt und damit wieder in einen begehbaren Zustand versetzt.

Autor: Martha Weishaar