Zwei junge Talente am Schachbrett

skk

Von skk

Fr, 08. Dezember 2017

Bräunlingen

Semir und Rijad Ljuca siegen am laufenden Band.

BRÄUNLINGEN (dm). Wenn der zwölfjährige Semir Ljuca und sein Bruder Rijad Ljuca (14 Jahre) vom Bräunlinger Schachclub ein Schachbrettsehen, dann müssen sie sich hinsetzen Schach spielen. Beide haben bei den Schachbezirksmeisterschaften in Villingen in ihrer Altersgruppe den ersten Platz belegt und sich damit für die badischen Titelkämpfe in Ettlingen und Karlsruhe qualifiziert.

Schon mehrmals war vor allem Rijad bei Landesmeisterschaften und sogar schon auf deutschen Meisterschaften mit dabei. "Uns macht das Spiel mit den Figuren und dabei die Analyse des Spielsystems, die taktischen Varianten und auch die psychologischen Gesichtspunkte des Schachspiels viel Spaß und fordert uns auf, viel nachzudenken", sagt der 14-jährige Ljuca selbstbewusst. "Auch die Spieltaktik und die Körpersprache des Gegners sagt viel aus, auf das wir unser Spiel einstellen können", meint er weiter.

Beide Jungs haben die Grundkenntnisse des Schachspiels von ihrem Vater Sedat Semir erlernt und haben schon in jungen Jahren begonnen. Bevor sie nach Bräunlingen kamen, haben sie vier Jahre beim Schachclub in Villingen gespielt. Beide bereiten sich immer sehr gut auf die Partien vor, egal ob gegen Gleichaltrige oder Erwachsene. Die Kinder schauen sich auch gespielte Partien ihre Gegner im Internet an, um auch vorausschauend ihre eigene Spieltaktik festzulegen.

"Die gute Jugendarbeit des Schachclubs Bräunlingen ist bekannt und so war für uns, da wir in Donaueschingen wohnen, naheliegend, dass beide in die Nachbarstadt gehen", meint Vater Sedat, der zugeben muss, dass er inzwischen gegen seine Buben mehr verliert als gewinnt. Die Jungs spielen in der zweiten Herrenmannschaft des SC Bräunlingen mit, besuchen oft Schachturniere in der Region und sogar auch schon in der Schweiz.

"Dass das Schachspiel auch für unseren Schulalltag nützlich ist, das haben wir schon oft festgestellt, denn bei etlichen Fächern sind Kombinationsgabe, schnelles Erfassen und Denken sowie auch spontane Entscheidungen wichtig. Alles Punkte, die auch im Schach Vorteile bringen", meinen die Schüler des Fürstenberg Gymnasiums in Donaueschingen.

"Man braucht ein gewisses Talent, um gut Schach spielen zu können. Man muss viel spielen und auch oft trainieren. Mit Schachlektüre und Spielsystemen beschäftigen ist auch eine wichtige Grundlage, die beide ohne Zweifel haben", sagt der SC-Vorsitzende Uwe Majer. Die beiden jungen Superschachspieler sind fast schon Multitalente, denn neben dem Schach spielen sie gerne Fußball und Tischtennis und sind auch musikalisch begabt, was sie auf der Gitarre und der Geige unterstreichen.

Der Vereinsabend des Bräunlinger Schachclubs mit Training ist an jedem Freitag ab 20 Uhr im Vereinsheim in der Kirchstraße. Ab 19 Uhr ist Jugendtraining. Der Schachclub wurde 1966 gegründet. Vorsitzender ist Uwe Majer.