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18. Juni 2009
"Das ist der künstlerische Ritterschlag"
BZ-INTERVIEW mit dem Sänger Marc Liebisch, der in Breisach die Musical-Werkstatt leitete
BREISACH. Um die Musical-Werkstatt der Jugendmusikschule westlicher Kaiserstuhl-Tuniberg zum "Tag der Musik" in der Spitalkirche zu leiten, ist Marc Liebisch in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Nach dem Abitur am Martin-Schongauer-Gymnasium schlug der ehemalige Gesangsschüler von Josephine Cook-Müller im Jahr 2000 eine Profi-Karriere als Musical-Sänger ein. Nach Engagements an mehreren großen deutschen Bühnen übernimmt der 28-Jährige im September im Wiener Ronacher-Theater die Rolle des Herbert in dem Musical "Tanz der Vampire". Unser Mitarbeiter Kai Kricheldorff sprach mit Marc Liebisch.
BZ: Ist das Engagement in Wien eine weitere Stufe auf Ihrer Karriereleiter oder mehr als das?Liebisch: Es ist etwas ganz Besonderes. Wien war schon immer die wichtigste Stadt für das deutschsprachige Musical. Seit jeher ist dieses Genre hier ohne Einschränkung als Kunstform akzeptiert. Das Wiener Publikum zeigt sich sehr offen für Musicals. Dort zu spielen, empfinde ich als einen künstlerischen Ritterschlag.
BZ: Wie kam es zu dem Engagement?
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BZ: Welche Rolle werden Sie im Musical "Tanz der Vampire" übernehmen?
Liebisch: Ich spiele den Herbert. Als 17-Jähriger sah ich zum ersten Mal "Tanz der Vampire" in Wien in der Inszenierung von Roman Polanski. Damals hätte ich im Traum nicht daran gedacht, dass ich ein Dutzend Jahre später in diesem Musical, in dieser Stadt auf der Bühne stehen würde.
BZ: Wie lange wird Ihr Engagement in Wien dauern?
Liebisch: 14 Monate. "Tanz der Vampire" wird bis Ende 2010 laufen. Meine längsten Engagements hatten bisher eine Dauer von 6 Monaten, also auch in dieser Beziehung kommt in Wien etwas Neues auf mich zu.
BZ: Gibt es für Sie im Musical-Fach eine Traumrolle, die Sie unbedingt einmal spielen möchten?
Liebisch: Es sind zwei Rollen, eine davon habe ich schon einmal spielen dürfen. Das war der Bat Boy im gleichnamigen Musical. Die zweite wäre, den Jesus in "Jesus Christ Superstar" zu singen.
BZ: Die Musical-Werkstatt, die Sie jetzt mit Josephine Cook-Müller und dem Pianisten Bernhard Renzikowski in Breisach leiteten, brachte Sie zurück an, den Ort Ihrer künstlerischen Anfänge. Welches Gefühl empfinden Sie dabei, Ihre eigenen Erfahrungen und Kenntnisse weiterzugeben an junge Sängerinnen und Sänger, die lernen wollen, worauf es beim Musical ankommt?
Liebisch: Mich begeistert, dass in diesem Workshop nicht nur die 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sondern auch ein fachkundiges Publikum sich dafür interessiert, was ich zu diesem Thema mitzuteilen und beizutragen habe. An diesen zwei Tagen wurde ein umfangreiches Probenprogramm absolviert. Dass alle mit Hingabe und Disziplin dabei waren, macht mich glücklich.
Autor: kff
