Die Menschen gut versorgen

Kai Kricheldorff

Von Kai Kricheldorff

Sa, 08. September 2018

Breisach

BZ-SERIE SENIOREN AM KAISERSTUHL (2):Die kirchliche Sozialstation Kaiserstuhl-Tuniberg bietet vielfältige Hilfen an.

BREISACH/KAISERSTUHL. Auch am Kaiserstuhl werden die Menschen immer älter und ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung steigt stetig an. Doch wie geht die Gesellschaft mit ihren Senioren um? Wie werden Menschen mit altersbedingten Gebrechen betreut, wie wird ihnen Zugang zum gesellschaftlichen Leben verschafft? Die BZ-Serie "Senioren am Kaiserstuhl – Tipps für Alltag und Freizeit" geht diesen Fragen nach und zeigt, wie vielfältig die Angebote in der Region sind. Die zweite Folge widmet sich der kirchlichen Sozialstation Kaiserstuhl-Tuniberg.

Die kirchliche Sozialstation Kaiserstuhl-Tuniberg betreut ungefähr 550 Patientinnen und Patienten in Breisach, Ihringen, Merdingen und Vogtsburg. Im Rahmen der häuslichen Krankenpflege und der sozialen Betreuung unterstützt sie hilfebedürftige Menschen aus allen Altersgruppen.

Examinierte Pflegekräfte, versierte Hauspflegehelferinnen und ehrenamtliche Kräfte im Besuchs- und Betreuungsdienst sind für kranke und alte Menschen sowie für Personen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf tätig.



Der christlichen Ethik verpflichtet
"Als kirchliche Sozialstation handeln wir nach christlichem Denken und sind von aufgeschlossenem und sozialem Handeln geprägt", beschreibt Geschäftsführer Martin Ruprecht die Philosophie der Einrichtung. "Unsere Arbeit wollen wir bestmöglich an die Bedürfnisse unserer Patienten anpassen und sie zu Hause gut versorgen, damit sie lange gut gepflegt in ihrem gewohnten Umfeld leben können", umreißt Ruprecht die Zielsetzung.

Nach Krankenhausaufenthalten bietet der Pflege- und Gesundheitsdienst der Sozialstation im Auftrag der Hausärzte und Kliniken allgemeine Grund- und Pflegeleistungen. Er ist auch in der Betreuung und der hauswirtschaftlichen Versorgung für die Patienten im Einsatz.

Die Leistungsbereiche "Hausnotruf" und "Essen auf Rädern" können auch vorübergehend gebucht werden, wenn pflegende Angehörige wegen Krankheit oder Urlaub nicht zur Verfügung stehen können. Die Kostensätze für die Leistungen der Sozialstation orientieren sich an der Gebührenordnung, die von der Internetseite der Sozialstation heruntergeladen werden kann. "Häufig ist eine anteilige Kostenübernahme einzelner Dienstleistungen durch die Kranken- oder Pflegekasse möglich. In jeden Fall lohnt es sich, dies individuell zu prüfen", rät Petra Gebert, die Pflegedienstleiterin der Sozialstation.

Kirchengemeinden als Träger
Träger und Auftraggeber der seit fast 40 Jahren bestehenden kirchlichen Sozialstation Kaiserstuhl-Tuniberg e. V. sind die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden im Einzugsgebiet südlicher Kaiserstuhl/Tuniberg. Die gemeinnützige Einrichtung ist an den Caritasverband und das Diakonische Werk angegliedert und beschäftigt über 40 Pflegefachkräfte, 32 Helferinnen sowie 13 Mitarbeiterinnen in der Alltags- und Haushaltspflege. Professionalität in Angebot und Leistung werden durch regelmäßige berufliche Qualifizierungen und fachliche Fortbildungen des Mitarbeiterteams gewährleistet.

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen hat die Arbeit der kirchlichen Sozialstation Kaiserstuhl-Tuniberg wiederholt mit "sehr gut" ausgezeichnet.

Kontakt und Info: Kirchliche Sozialstation Kaiserstuhl-Tuniberg, Freiburger Straße 6, 79206 Breisach; Internet: http://www.sozialstation-breisach.de E-Mail: info@sozialstation-breisach.de; Telefon: 07667/905880