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13. November 2017 18:42 Uhr

Vertragsunterzeichnung im Breisacher Rathaus

Drei Gemeinden finanzieren eine gemeinsame Trinkwasserleitung

Die Bürgermeister der gemeinden Ihringen und Merdingen, Martin Obert und Martin Rupp, trafen sich im Breisacher Rathaus, um gemeinsam mit dem Breisacher Bürgermeister Oliver Rein den öffentlich rechtlichen Vertrag zum Bau der Trinkwassertransportleitung von Freiburg-Opfingen nach Breisach zu unterzeichnen. 2019 soll Breisach an die Trinkwasserversorgung angeschlossen werden und sein Wasser dann aus Hausen beziehen.

  1. Die Bürgermeister Martin Rupp aus Merdingen, Oliver Rein aus Breisach und Martin Obert aus Ihringen (von links) unterzeichneten den Vertrag für die neue Trinkwasserleitung. Foto: Hans-Jochen Voigt

BREISACH. "Was lange währt, wird endlich gut", sagte Rein zu Beginn der gemeinsamen Sitzung. Schon bisher erfüllt das Breisacher Trinkwasser die geltende Norm, aber der hohe Salzgehalt führt dazu, dass in der Münsterstadt die Rohre schneller rosten als anderswo – mit entsprechenden Folgekosten für die Hausbesitzer. Das Wasser aus Hausen sei ärmer an Nitrat und Kalk. Die Verwaltungen der drei Gemeinden werden auch in Zukunft noch mehr kommunizieren, das geschehe schon bisher ganz unkompliziert, lobte Rein die Zusammenarbeit der Verwaltungsgemeinschaft.

Ihringens Bürgermeister Obert erläuterte, dass es wegen des Nitratproblems seit 20 Jahren Pläne für eine gemeinsame Wasserversorgung gebe. Es sei die elementare Aufgabe der Gemeinde, die Bevölkerung mit gutem Trinkwasser zu versorgen, "danach kommt lange nichts", so Obert. Auch Obert lobte die gute Zusammenarbeit der Gemeinden.

Beim Bau der Wasserleitung bleiben die Gemeinden die Bauherren, das Land habe das Projekt erheblich gefördert. In diesem Zusammenhang sprach der Ihringer Rathauschef von einer "tollen Zusammenarbeit der Gemeindekämmerer". Die neue Wasserleitung führt genau vor Merdingens Haustür vorbei, erklärte sein Merdinger Amtskollege Rupp. Mit dem Anschluss sei die neue Trinkwasserversorgung abgesichert. Für die einzelnen Gemeinden wäre es schwierig geworden, das Projekt allein durchzuziehen. Deshalb begrüße er die gute Zusammenarbeit, sagte Rupp. In den drei Gemeinden gäbe es kein Kirchturmdenken.

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Die Kosten für das Projekt belaufen sich laut Vertrag auf 3,8 Millionen Euro. Mit über einer Million Euro beteiligt sich das Land. 58,6 Prozent der Kosten trägt die Stadt Breisach, 28,7 Prozent die Gemeinde Ihringen, mit 12,7 Prozent ist Merdingen dabei. Die Leitung verläuft vom Hochbehälter Opfingen bis zum Wasserwerk "Gelbstein" in Breisach mit Abzweigungen nach Merdingen, Gündlingen, Ihringen und Hochstetten.

Autor: Hans-Jochen Voigt