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17. Juni 2010
Ingeborg Hecht als Zeitzeugin
Lesung vor 25 Realschülern .
BREISACH (kff). Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse der Breisacher Hugo-Höfler-Realschule führten dieser Tage im Blauen Haus ein Zeitzeugengespräch mit der Freiburger Schriftstellerin Ingeborg Hecht. Die mittlerweile 89-jährige Tochter eines jüdischen Vaters und einer nichtjüdischen Mutter las aus ihrem autobiografischen Bericht "Als unsichtbare Mauern wuchsen", in dem sie die Folgen der nationalsozialistischen Rassengesetze gegen jüdische Mitbürger für sich und ihre Familie schildert.
Gebannt hörten die 25 Schülerinnen und Schüler, die in ihrer Schule der Modulgruppe "Blaues Haus" angehören, den Erinnerungen von Ingeborg Hecht an ihre Jugendzeit im Hamburg der 30er Jahre und während des Krieges zu.
Nach den Nazi-Bestimmungen galt sie als "Mischling ersten Grades" und war damals der wachsenden Diskriminierung und Entrechtung der Menschen mit jüdischen Wurzeln ausgesetzt.
"Zeitzeugengespräche wie diese sollen Betroffenheit schaffen und die heutige Schülergeneration für den menschenverachtenden Charakter des Naziregimes sensibilisieren", erläuterte Geschichtslehrer Rainer Zimmermann, der die Modulgruppe "Blaues Haus" an der Hugo-Höfler-Schule vor Jahren ins Leben gerufen hat. Das erstmals 1984 veröffentlichte Buch von Ingeborg Hecht wurde zur Vorlage für ein Theaterstück, das zwischenzeitlich schon an vielen Schulen aufgeführt wurde.
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"Ihr sollt Bescheid wissen über das, was damals geschah", sagte die Schriftstellerin nun den Schülerinnen und Schülern. Seit vielen Jahren berichtet sie jungen Menschen von ihren Erlebnissen während der Nazizeit. Im Anschluss an ihre Lesung stellten die Schüler Fragen an die Autorin, die erstmals das Blaue Haus in Breisach besuchte.
Autor: kff
