Mehr Sicherheit für die Radfahrer

Agnes Pohrt

Von Agnes Pohrt

Do, 10. Januar 2019

Breisach

Umweltliste fordert in einem Antrag, dass mehrere Gefahrenpunkte in Breisach entschärft werden.

BREISACH. "Maßnahmen zur Sichtverbesserung an neuralgischen Punkten des Radverkehrs in der Stadt" hat ULB-Stadtrat Gerd Müller in der Sitzung des Breisacher Bauausschusses beantragt.

Noch vor Beginn der Vegetationsperiode sollten durch den Bauhof Sträucher und Hecken, die die Sicht von Radfahrern auf den übrigen Verkehr und umgekehrt behindern, zurückgeschnitten oder ganz entfernt werden, fordert die ULB. An einer Stelle sei ein Spiegel aufzustellen, an einer anderen sollte das Parken verboten werden.

Als Standorte nannte Müller den Radweg Breisach-Ihringen Richtung Kaiserstuhl. Nach der Brücke über die L 104 sei die Sicht auf die Einmündung der Ausfahrt Breisach-Mitte vollständig versperrt.

Auch könnten Radfahrer den Radgegenverkehr nicht rechtzeitig wahrnehmen. Hecken und Sträucher sollten daher auf ausreichender Länge entfernt werden.

Probleme hat Müller auch am Radweg Breisach-Hochstetten entlang der B 31 ausgemacht. Nach der Unterführung unter die B 31 beim Parkplatz unterhalb des Eckartsberges biegt der Radweg Richtung Hochstetten scharf links ab und führt steil hoch über die Straße zum Schwimmbad und den Sportplätzen. Hohe Büsche auf der linken Seite verhinderten hier die Sicht auf den Verkehr, der vom Kreisel kommt, und auch die Autofahrer könnten die Radfahrer nicht sehen. Die Büsche sollten komplett entfernt werden, fordert Müller.
Auch auf dem Radweg Neuer Weg entlang des Friedhofes behinderten Büsche vor der Einmündung der Friedhofallee auf den Neuen Weg die Sicht von Auto- und Radfahrern und sollten daher entfernt werden. Schließlich sei rechtsabbiegender Verkehr, der einen parallel verlaufenden Radweg kreuzt, eine der Hauptursachen für tödliche Fahrradunfälle.
Am Fußweg über die Landesstraße 104 zu den Kleingärten "Meisennest", der auch für den Radverkehr frei ist, behinderten die Bepflanzung und die Hütte eines Gartengrundstücks in der Linksabbiegung nach der Brücke ebenfalls die Sicht. Hier sollte in der äußeren Kurve ein Konvexspiegel angebracht werden, fordert Müller.

Parken auf dem Fußweg verbieten
Außerdem sollte auf dem Fußweg mit "Fahrrad frei" in der Hohenzollernstraße /Zähringerstraße das Parken durch Aufbringen einer Zickzacklinie auf der rechten Straßenseite vor der Einmündung Zähringerstraße auf einer Länge von mindestens 20 Metern verboten werden. Oft werde an dieser Stelle dem rechtsabbiegenden Autoverkehr die Sicht auf Radfahrer genommen.