Mit einem Fest ins vierte Viertel

Julius Steckmeister und Johannes Burkart

Von Julius Steckmeister & Johannes Burkart

Do, 21. September 2017

Breisach

Gündlingens Freiwillige Feuerwehr feiert ihr 75-jähriges Bestehen / Bankett zum Auftakt des Jubiläumswochenendes.

BREISACH. Seit Monaten hatte man sich bei der Abteilung Gündlingen der Breisacher Gesamtwehr auf das Jubiläum vorbereitet. Neben einem großen Aktionstag für die gesamte Bevölkerung feierte die Wehr im kleinen Kreise ein Bankett, bei dem nicht lange Reden und große Worte, sondern vor allem das Beisammensein der Feuerwehrkameraden aus Gündlingen wie aus den Nachbarorten im Mittelpunkt stehen sollte. Dazu gab es viel Musik und eine Cocktailbar.

Gäste aus Gemeinde und Feuerwehr
Ein bisschen offizieller Teil sollte und durfte zum Einstieg in das vierte Vierteljahrhundert Gündlinger Feuerwehr aber doch sein. So konnte Abteilungskommandant Stefan Berner nach einem schmissigen musikalischen Auftakt durch den Musikverein Gündlingen etliche Offizielle in der Malteserhalle begrüßen. Neben Bürgermeister Oliver Rein und Ortsvorsteher Anton Siegel waren Vertreter des Gemeinde- und Ortschaftsrates ebenso anwesend, wie Vertreter der Helferorganisationen, die Berner als "Blaulichtpartner" willkommen hieß. Neben vielen Vertretern der Nachbarwehren waren auch der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Christoph Zachow, sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Jörg Weber zum Gratulieren gekommen.

Lob und Dank
"Gündlingen ist lebenswert und liebenswert – aber den eigentlichen Wert machen die Menschen aus", eröffnete Bürgermeister Rein den Rednerreigen. "365 Tage im Jahr freiwilliger Feuerwehrdienst – das ist etwas ganz besonderes, was sie leisten", kam Rein auf den ganz besonderen Menschenschlag Feuerwehrangehöriger zu sprechen. Früher sei die Mitgliedschaft bei den ehrenamtlichen Wehren Verpflichtung gewesen, heute indes "selbstloser Einsatz für die Gemeinschaft", führte das Stadtoberhaupt aus. "Sehr wenige leisten ungeheuer viel", betonte Rein auch unter dem Aspekt, dass die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren ständig wüchsen. "Sie sind nicht nur Bürger, die Interesse nehmen an den Belangen ihrer Gemeinde, sondern sie rücken aus, um uns zu schützen, auch wenn sie vielleicht lieber zu Hause bleiben würden. Freiwillige Feuerwehr ist kein Hobby, es ist eine Verpflichtung an 365 Tagen im Jahr", lobte Rein das ehrenamtliche Engagement.

Wechselvolle Geschichte
Anschließend blickte der stellvertretende Kommandant Christian Ziebold auf die Geschichte der Gündlinger Feuerwehr zurück, die nachweislich deutlich älter ist, als 75 Jahre. Eine der größten Veränderungen sei die Zusammenlegung zur Gesamtwehr im Jahre 1972, einer der größten Glücksfälle die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses im Jahre 2008 gewesen, blickte Ziebold zurück.

Ein Dankeschön für alle am Fest Beteiligten gab es von Stefan Berner, dessen Ausblick in die Zukunft auch "zwei Träume" beinhaltete: Eine stärkere Tagbereitschaft sowie ein zweites Feuerwehrfahrzeug, das über ausreichend Sitzplätze verfügt.

Gute Jugendarbeit
Lob gab es vom Kreisverbandvorsitzenden. Die Abteilung Gündlingen sei sowohl auf der Ebene der Jugendarbeit als auch in Sachen Frauenanteil Vorreiter in puncto Personalgewinnung.

Um eben jenes "Personal" entsprechend ins Bild oder besser ins Foto zu rücken, gab es einen Scheck von der Vereinsgemeinschaft Gündlingen, dann wurde Geburtstag gefeiert und Luft für das große Jubiläumsfest am Sonntag bei der Schule geholt.

Viele Vorführungen
Neben der Feuerwehr, die mit mehreren Einsatzfahrzeugen und einem Bergungskran gekommen war, waren auch das Roten Kreuz, die Bergwacht, die DLRG, die Rettungshundestaffel Breisgau-Ortenau und die Polizei vor Ort. In zahlreichen Vorführungen wurden Rettungseinsätze für das Publikum nachgestellt und erklärt. So demonstrierte die Feuerwehr beispielsweise die Rettung einer Person aus einem Unfallauto und Mitglieder der Rettungshundestaffel erklärten den Zuschauern den Ablauf einer Vermisstensuche. Für das leibliche Wohl war reichlich gesorgt, der Gündlinger Musikverein unterhielt die Gäste musikalisch.