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15. Januar 2014

Der erste Storch ist angekommen

Reinigung der Horste.

  1. Schwindelfrei müssen die Helfer sein, die die Storchenhorste reinigen. Foto: PRIVAT

  2. Schwindelfrei müssen die Helfer sein, die die Storchenhorste reinigen. Foto: PRIVAT

DENZLINGEN (BZ). Das Jahr hat gerade erst begonnen. Kaum ein Vogel verspürt – trotz wärmerer Luft an manchen Tagen – Frühlingsgefühle. Der erste Storch ist indessen aber schon in Denzlingen eingetroffen. Höchste Zeit für Manfred Wössner, Denzlingens "Storchenvater", an die Nestreinigung zu denken. Deshalb haben sich Wössner sowie Maschinist Heinz Jund mit der Feuerwehrleiter und Zimmermann Siegfried Buderer für diese Aufgabe gerüstet.

Unter der Regie des ehemaligen Bauhofleiters Wössner, der die Denzlinger Störche schon seit vielen Jahren betreut, wurden beiden Horste – auf dem Storchenturm im Unterdorf und auf dem Dach der evangelischen Georgskirche – nun gereinigt. "Aus jedem Nest wurden Kot und Mist entfernt und jedes für die Störche wieder wohngerecht hergerichtet. Diese Arbeiten sind nötig, damit bei Regenwetter das Wasser sich nicht im Horst sammelt, sondern durch den gelockerten Unterbau des Nestes abfließt – und die jungen Störchlein nicht in Matsch und Wasser sind", so Manfred Wössner gegenüber der BZ.

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Im vergangenen Jahr war in den Horsten jeweils ein Nachwuchsstorch groß geworden und in den Süden abgeflogen. Jeweils drei Storchenküken waren durch die 42-stündige Regenperiode Anfang Juni verendet, obwohl sie unter den Flügeln der Altvögel Schutz gesucht hatten. Der Betreuer Manfred Wössner war sehr erfreut, dass die Nester fürs kommende Brutgeschäft bereits in Ordnung sind. Er hofft, dass in beiden Horsten gebrütet wird. Manch e Angriffe und Streitigkeiten mit anderen Störchen, wie im Jahr 2012, fürchten die Storchenfreunde dennoch. Sie hoffen, dass die Aufzucht junger Störche dieses Mal gelingen wird.

Der erste Storch, der sich in Denzlingen niederlassen will, wurde schon am Mittwoch, 8. Januar, auf dem Dach der Georgskirche beobachtet. "Die Monitore am Fenster des Heimatmuseums und am Karl-Höfflin-Gemeindehaus, an denen man das Geschehen in den Nestern beobachten kann, werden aber erst Ende März eingeschaltet", weiß Wössner.

Autor: fk