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26. August 2013

Ein Haushalt wie vor 80 Jahren

Der Heimat- und Geschichtsverein Denzlingen wird Anfang September einen Waschtag anbieten.

  1. Karl Burger, mit 84 Jahren der Senior in der Ruheständlergruppe, die sich um die Sammlung historischer Gerätschaften und das Meinethues selbst kümmert, saniert eine alte Getreidemühle Foto: Markus Zimmermann               

DENZLINGEN. "Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann", sang 1977 Johanna von Koczian in ihrem satirischen Schlager und gab ihrem Mann darin auch noch recht. Wie es sich tatsächlich verhielt mit dem "bisschen" Haushalt, in den 70er Jahren aber vor allem auch für die Hausfrauengenerationen davor, können die Besucher beim Tag der Heimat erspüren, zu dem der Heimat- und Geschichtsverein am 8. September ans Heimethues einlädt.

In dem diesjährigen Thema "Waschtag" spiegelt sich auch ein Teil der Arbeit wieder, die von den Senioren der Dienstagsgruppe das gesamte Jahr über geleistet wurde. Regelmäßig treffen sich die Ruheständler, um alte Gerätschaften, aber auch die Scheune, in der diese ausgestellt werden, wieder instand zu setzen und herauszuputzen. So wurden gleich mehrere Gerätschaften, die im Zusammenhang mit dem Waschen stehen, aufgearbeitet.

Am Tag der Heimat sollen dann kupferne Waschkessel angefeuert und frühe Waschmaschinen, die noch aus Holz sind und mittels Handkraft betrieben wurden, gezeigt werden. Dass die Maschinen, in denen die Wäsche gesäubert wurde, letztlich eine Weiterentwicklung der Butterfässer war, verdeutlichen die Sammler des Heimatmuseums an zwei Geräten des gleichen Herstellers, die trotz unterschiedlicher Bestimmung nach vergleichbarem Prinzip arbeiten.

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Wieder funktionsfähig gemacht wurde bei den Arbeitseinsätzen darüber hinaus eine alte Kornmühle, in der das Mahlgut in verschiedener Körnung ausgesiebt werden kann. Zum Haltbarmachen wurde eine handbetriebene Dosenmaschine genutzt, die am Tag der Heimat ebenso in Betrieb gezeigt werden soll. Zudem wird demonstriert, wie früher mit schwingenden Holzflegeln und viel Armkraft gedroschen wurde. Eigens dafür waren die Ruheständler der Dienstagsgruppe auch schon auf dem Feld und haben, noch guter alter Tradition, mit der Sense Korn geschnitten.

Autor: Markus Zimmermann